Comeback der Bettwanze

Die Bettwanze ist ein äusserst schwierig zu bekämpfender Plagegeist. «Meist bringen wir ihn im Reisegepäck mit nach Hause», sagt Gabi Müller von der Beratungsstelle Schädlingsbekämpfung der Stadt Zürich. Einmal eingeschleppt, hilft nur noch eine Rosskur vom professionellen Kammerjäger.

Bettwanzen sind Profis im Verstecken spielen.
Bildlegende: Bettwanzen sind Profis im Verstecken spielen. Colourbox

Bettwanzen sind blutsaugende Insekten, die sich nachts bemerkbar machen und stark juckende Stiche hinterlassen. Tagsüber verstecken sie sich in dunklen Ecken und Ritzen am Bettgestell, der Matratze, aber auch hinter Tapeten oder gar in Steckdosen. Sie sind einen halben bis einen Zentimeter gross.

Zur professionellen Bekämpfung stehen zwei Methoden zur Verfügung.

  • Wärmebehandlung: Der Raum wird mit einem elektrischen Ofen (Starkstrom) auf 50 bis 60 Grad aufgeheizt.
  • Insektizide: mindestens zwei Behandlungen im Abstand von 2-3 Wochen.

Einige Tipps zur Vorbeugung:

  • Bei Verdacht auf Bettwanzen am Ferienort die Hotelverantwortlichen informieren und sich ein anderes Zimmer geben lassen.
  • Koffer möglichst weit weg vom Bett stellen und sämtliche Reissverschlüsse schliessen.
  • Reisegepäck zuhause sofort auf dem Balkon oder in der Waschküche auspacken.
  • Gepäckstücke danach mit einem handelsüblichen Insektizid-Spray einsprühen.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Doris Rothen