Der Blues nach den Ferien muss nicht sein

Wie war der Urlaub doch schön. Aber die Rückkehr in den Alltag, besonders am Arbeitsplatz, die will nicht recht gelingen. Man ist nicht motiviert, die kleinesten Arbeiten werden zur Qual. Dieses sogenannte «Post-Holiday Syndrom» dauert zum Glück in der Regel nur wenige Tage. Ein paar Tipps helfen.

Frau stützt ihren Kopf und ist melancholisch.
Bildlegende: Symbolbild. Keystone

Das Phänomen ist allen bekannt: Nach den Ferien hat man auf alles Lust, nur nicht aufs Arbeiten. Eine kleine Melancholie macht sich bemerkbar. Nicht umsonst sagt der Volksmund, die Seele reise dem Urlauber drei Tage hinterher. Nach drei Tagen ist denn auch der Ferien-Blues meistens vorbei. Für die Psychologin Ulrike Stednitz, die auch als Coach arbeitet, ist es wichtig, dass man sich nach den Ferien nicht gleich den ganzen Erholungseffekt zunichtemacht: «Nach den Ferien ist es wichtig, sich erst einmal Zeit zu lassen, damit man sich im Job wieder einrichten kann.» Besser, man verteilt die ersten Termine über die Woche. Eine volle Agenda mit ausgefüllten ersten Tagen lähmt oft, so die Expertin. «Der Gegensatz zwischen Ferien und Arbeit sollte nicht zu krass ausfallen.»

Wichtig sind folgende Punkte:

  • Sich auf die positiven Aspekte der Arbeit oder des Alltags fokussieren. Zum Beispiel trifft man Kollegen oder Kunden wieder, denen man gerne von den Ferien erzählt.
  • Eine neue Einstellung zur Arbeit, zum Alltag kultivieren: Was mag ich besonders an meiner Arbeit? Was im Alltag, in meinem Leben macht mir Freude?
  • Sich Zeit lassen, im Arbeitsalltag und im Alltagsleben anzukommen.
  • Sich für Pendenzen Zeit lassen. Wenn sie über die Ferien liegen geblieben sind, kommt es auf ein paar Tage mehr oder weniger auch nicht mehr an.
  • Termine steuern: Nicht alles muss in der ersten Woche nach der Rückkehr erledigt werden.
  • Während der Ferien nicht an den Arbeitsplatz oder allfällige Pendenzen denken. Den Moment geniessen.
  • In den Ferien keine Mails lesen.
  • Kann man es nicht lassen, in den Ferien Mails zu lesen: Unwichtiges wegklicken, damit das Postfach schon zu einem grossen Teil geleert und vorsondiert ist, wenn die Ferien dann vorbei sind. Zuerst aber mal: Ferien machen!

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Regula Zehnder