Der Psychologe gibt Tipps gegen Angstattacken

Das Herz rast, der Atem stockt, Schweiss bricht aus. Jeder Fünfte ist von Angstanfällen betroffen. «Angstattacken sind ein grosses Tabu», sagt der «Ratgeber»-Psychologe Daniel Regli. Darüber zu reden ist daher eine Massnahme, um ihnen zu begegnen.

Zwei angsterfüllte Augen, rundum schwarz.
Bildlegende: Immer noch ein Tabu: Viele Menschen leiden unter Angstanfällen. Colourbox

Treten Angstanfälle gehäuft über sechs Monate hinweg auf, spricht man von Panikattacken, die behandelt werden müssen. Wie kann man selber auf Angstanfälle reagieren, die noch keine Panikattacken sind?

  • Bewusst atmen, sich über die Atmung wieder «erden».
  • Die Angst anders bewerten, indem man sich sagt: «Rein rational droht mir keine Gefahr, mir kann ja gar nichts passieren.» Sich dies ganz bewusst vor Augen führen.
  • Kaffeekonsum überprüfen.
  • Sich trauen, über die eigenen Ängste zu sprechen. Warum nicht einen guten Freund, eine gute Freundin einweihen?

«Angst ist nichts Schlechtes», sagt der Psychologe. In der Natur ist die Angst ein Warnsignal. Sie kann aber auch zur Bedrohung werden: wenn wir aus dem Nichts heraus zu schwitzen beginnen, der Atem stockt, das Herz rast, der Mund trocken wird und die Angst uns lähmt. Und meistens folgt auf die Attacke die Angst vor einem neuen Anfall.

Angstanfälle können auch mit Todesangst einhergehen. «Die Symptome eines Herzinfarkts sind denjenigen einer Angstattacke nicht unähnlich», sagt der Experte. Es sei deshalb wichtig, sich nach einer solchen medizinisch abklären zu lassen.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Regula Zehnder