Die richtigen Putzmittel für zuhause

In den Regalen von Lebensmittelläden oder Fachgeschäften türmen sich Dutzende Hygienereiniger. In vielen Putzmitteln hat es sogar Desinfektionsmittel drin. Die Werbung verspricht dadurch totale Sauberkeit. Doch sie nützen nur begrenzt, wissen Experten.

Reinigungseimer mit diversen Putzmitteln und Reinigungshandschuhe.
Bildlegende: Reinigungsmittel mit Desinfektionsmittel nützen nur begrenzt. Oft genügt auch schon ein preisgünstiges Abwaschmittel oder Essigreiniger. Colourbox

Alle Bakterien zu töten sei nicht möglich, sagt Therese Schüpbach, Hauswirtschaftslehrerin bei der Inforama im Berner Oberland: «Bakterien, die in der Luft herumwirbeln, setzen sich nach einer Weile wieder auf der Ablage ab, und man beginnt von vorne zu putzen.»

Familien mit Kindern verwenden oft Desinfektionsmittel für Kunststoffspielsachen. Viel wirksamer sei aber der Geschirrspüler, weiss die Fachfrau: «Beispielsweise kann man Legosteine durch einen Waschgang lassen und Plüschtiere ab und zu in der Waschmaschine waschen.»

Küche, Böden und Fenster

  • Gewöhnliche Abwaschmittel sind fettlösend und ideal für Ablagen, Herd und Spülbecken.
  • Als Entkalker für Wasserhähne oder diverse Küchenablagen eignet sich ein preisgünstiger Haushaltsessig: Auf Lumpen oder Schwamm einreiben und Fläche behandeln. Bei hartnäckigem Schmutz nochmals wiederholen oder einen Putzstein verwenden.
  • Bodenallzweckreiniger: wenn die Böden in der Wohnung nicht allzu schmutzig sind, genügt auch ein Abwaschmittel.
  • Verschmutzte Fenster: Brennsprit ins Wasser geben und mit Mikrofasertuch reinigen.

Bad

  • Dusche mit Sprühreiniger behandeln. Aber Achtung: Den Duschbereich zuerst nass spritzen. So schont man die Fugen vor dem Entkalkungsmittel.
  • Dusche nach der Behandlung nachtrocknen.
  • Entkalkter in der WC-Schüssel einwirken lassen und beim Spülen mit der Bürste gut schrubben.

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Pascale Folke