Digitale Lawinenhelfer: Bewährt ist am besten

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Wir sind uns gewohnt, dass es für jedes Problem eine App für das Smartphone gibt. Es wäre also naheliegend, sich vor einer Skitour abseits der gesicherten Pisten ebenfalls digital auszurüsten. Aber Vorsicht: In der Lawine bringt einen das Smartphone nicht weiter – und schon gar nicht hinaus.

Rettungskräfte in Aktion.
Bildlegende: Rettungskräfte in Aktion. Keystone

Ohne Technik sollte sich niemand auf eine Schneetour machen, wenn diese in steile Hänge führt, also Gebiete, in denen eine Lawinengefahr besteht. Technik bedeutet hier aber nicht Smartphone, sondern Lawinenverschüttungssuchgerät (LVS), das über 457kHz-Funk mit den LVS-Geräten der Kameraden kommunizieren kann. Die Preise für solche Geräte bewegen sich zwischen 200 und 400 Franken.

Achtung: Auf Verkaufsplattformen wie Ricardo werden ältere Schnäppchen-Geräte angeboten, teils aus den 70er-Jahren. Grundsätzlich funken diese Geräte ebenfalls mit 457kHz, aber in einem anderen Takt als die modernen Geräte mit 3 Antennen – und das kann Probleme machen.

Auch wenn ein LVS-Gerät die erste Wahl ist, muss das Smartphone nicht zu Hause bleiben. Die App White Risk leistet gute Dienste bei der Tourenplanung und der Beurteilung von Risiken vor Ort, und die Rega App kann helfen, wenn man im Schnee steckengeblieben oder der Weg von einer Lawine abgeschnitten worden ist.