Elektrokrampftherapie: Wenn bei Depressionen nichts mehr hilft

Medikamente und Psychotherapie. Das ist die gängige Behandlung bei Depressionen. Wenn diese nicht helfen, kann die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) schwer Depressiven Linderung bringen. Immer mehr Fachleute sind überzeugt von der Therapie. In der Bevölkerung hat es diese alte Therapieform schwer.

Depressiver Mann
Bildlegende: Wenn weder Psychotherapie, noch Antidepressiva helfen kann EKT das Mittel der Wahl sein. Colourbox

Die EKT wird das Image der Schockbehandlung einfach nicht los. Ginge es nach Mario Etzensberger, so müsste man sie sogar noch vor einer medikamentösen Behandlung oder einer Psychotherapie anwenden.

Das wichtigste zur Elektrokrampftherapie:

  • Die Therapie hilft Schwerstdepressiven, die weder auf Antidepressiva, noch auf Gesprächstherapien reagiert haben.
  • Sechs bis 12 Behandlungen sind notwendig. Es finden drei Behandlungen pro Woche statt.
  • Der Patient ist während des Behandlungszyklus hospitalisiert.
  • Die Therapie bringt keine Heilung, aber Linderung.
  • Nach der Behandlung reagiert der Patient auf Gesprächstherapie und Antidepressiva.