Elektrovelos an Velobörsen - Schrott oder Schnäppchen?

An den zahlreichen Velobörsen in der Schweiz kann man oft ein gutes Schnäppchen machen. Bei Elekrobikes als Occasionen allerdings, heisst es aufpassen.

Batterie von einem Elektrovelo nah.
Bildlegende: Wer an einer Velobörse ein E-Bike kauft, sollte ein paar Tipps befolgen. Keystone

Während man Komponenten wie Bremsen, Licht oder Lauf der Räder bei Occasionsfahrrädern auch als Laie gut überprüfen kann, sind Motor und Batterie die eigentlichen Knacknüsse beim Kauf eines Elektrovelos an einer Börse.

Eine Batterie hält durchschnittlich rund 1000 Ladungen. Dann hat sie ihr Lebensende erreicht. Einer Batterie sieht man aber das Alter nicht an. Und wie gut ein Motor noch ist, ist für einen Laien nicht überprüfbar. Deshalb gilt:

  • Suchen Sie das Gespräch mit dem Verkäufer, fragen Sie ihn nach dem Alter des E-Bikes und nach dem Zustand von Motor und Batterie. Das setzt allerdings Vertrauen in dessen Aussagen voraus.
  • Steht an einer Velobörse per Zufall ein Messgerät zur Verfügung, kann man zumindest die Batterie prüfen.

Schwieriger ist es zu wissen, ob einem das Fahrrad zusagt oder nicht. Das Fahrverhalten eines E-Bikes wird unter anderem durch die Platzierung des Motors - hinten, in der Mitte oder vorne - beeinflusst. Ebenso hat die Art des Motors einen Einfluss: Ist der Motor eher spritzig oder eher gemächlich. Dies gälte es auszuprobieren, weil jeder und jede individuell auf diese Fahreigenschaften reagiert. Das ist aber nur mit einer längeren Ausfahrt möglich und diese Möglichkeit besteht an Velobörsen meist nicht.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Jürg Oehninger