Folsäure ist gut für Gehirn und Nerven

Hinter dem Namen Folsäure steht das Vitamin B9. Dieses Vitamin spielt eine wichtige Rolle bei Stoffwechselprozessen und bei der Zellteilung. Doch Folsäure ist auch jenes Vitamin, welches in unserer Nahrung am häufigsten fehlt.

Weizenkörner in zwei Handflächen
Bildlegende: Weizenprodukte enthalten besonders viel Folsäure. Einige Nahrungsmittel in der Schweiz - z.B. Zwieback - werden in der Schweiz auch mit Folsäure angereichert. colourbox.com

Seit den 1970er Jahren weiss man, dass Folsäure gerade zu Beginn einer Schwangerschaft sehr wichtig ist. Dann ist die Zellteilung des Embryos besonders intensiv. Daher wird Schwangeren Folsäure auch ausdrücklich empfohlen.

Weitere Untersuchungen haben auch gezeigt: Im fortgeschrittenen Alter senkt eine ausreichende Folsäureversorgung das Risiko für Herz-Gefässkrankheiten wie zum Beispiel Schlaganfälle. Möglicherweise senkt sie auch das Risiko für andere Krankheiten der zweiten Lebenshälfte wie Demenz oder Altersdepressionen.

Für den täglichen Grundbedarf an Folsäure werden neuerdings 0,4 Milligramm empfohlen. Bei einer Schwangerschaft reicht die Aufnahme über Lebensmittel dafür bei den hiesigen Ernährungsgewohnheiten allein nicht aus.

Folsäure kommt in Kohlgemüse, Sojabohnen, Spinat, Weizenkeimen, Erdbeeren und Leber zwar reichlich vor. Lagern und Kochen vermindert aber deutlich den Gehalt an Vitamin B9. Interessanterweise kann künstliche Folsäure im Darm zu 100 Prozent absorbiert werden, wohingegen natürliche Folsäure nur zur Hälfte aufgenommen wird.

Wie macht sich ein Folsäure-Mangel bemerkbar? Warum und wann wird Folsäure besonders zum Thema? Und wie sichert man sich den nötigen Bedarf?

Redaktion: Christine Schulthess