Gefährliche Muttermale erkennen

Durchschnittlich hat jeder Erwachsene 30 bis 40 Muttermale an seinem Körper. Die braunen Punkte stören meist nicht, und ein Grossteil von ihnen ist unproblematisch. Es kann aber auch gefährliche Muttermale dabei haben. Deshalb macht es Sinn, sich regelmässig vom Arzt untersuchen zu lassen.

Eine Ärztin untersucht das Muttermal eines Patienten
Bildlegende: Es macht Sinn, seine Muttermale von einem Spezialisten untersuchen zu lassen Colourbox

Muttermale sind meist unproblematisch, doch es gibt auch bösartige. Die sogenannten Melanome können Hautkrebs verursachen. Deshalb ist es wichtig, diese frühzeitig zu erkennen.

Die ABCDE-Regel

Martin Kägi ist leitender Arzt am Hautzentrum in Zürich. Er gibt folgende Tipps im Umgang mit Muttermalen:

  • Es ist sinnvoll, Muttermale von einem Spezialisten untersuchen zu lassen. Vor allem bei Leuten mit vielen Muttermalen besteht ein Risiko für schwarzen Hautkrebs.
  • Vor allem auffällige Muttermale müssen abgeklärt werden. Hier gilt die ABCDE-Regel.
    A=Asymmetrie: Das Muttermal hat eine asymmetrische Form.
    B=Begrenzung: Das Muttermal hat unregelmässige, unscharfe Ränder.
    C=Colorit: Das Muttermal weist verschiedene Farben auf.
    D=Dynamik: Das Muttermal verändert sich.
    E=Erhabenheit/Entwicklung: Das Muttermal steht ab oder es entsteht in kurzer Zeit.
  • Es ist möglich, dass Muttermale, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, bösartig sind. Deshalb lohnt sich der Besuch beim Spezialisten auch, wenn die Kriterien der ABCDE-Regel nicht erfüllt sind.
  • Jährlich sollte man seine Muttermale mindestens einmal untersuchen lassen. Personen, die viele Muttermale haben und solche, die sich schnell verändern, sollten sogar mehrmals pro Jahr zum Hautarzt gehen.

Moderation: Stefan Sigenthaler, Redaktion: Marcel Hähni/Désirée Ottiger