Geld auf die Seite legen – einfach gemacht

Die meisten von uns kennen das: Wenn der Lohn Ende Monats aufs Konto kommt, ist dieses für einen kurzen Moment gut gefüllt. Und schon gehts los:

Schweizer Franken in Noten und Münzen.
Bildlegende: Wer sein Ausgaben kennt, kann erfolgreicher sparen. Colourbox

Miete, Krankenkasse, Handyrechnung das Geld zerrinnt einem buchstäblich in den Händen und Ende Monat bleibt kaum mehr etwas übrig. Das neue Sofa und die lang ersehnten Amerika-Ferien bleiben Wunschtraum.

Muss nicht sein, sagt Mario Roncoroni, Co-Leiter der Berner Schulden-Beratung: «Wer sich Übersicht über seine laufenden Ausgaben verschafft, kann eher Geld auf die Seite legen».

Und so gehts:

  • Das eigene Ausgabeverhalten analysieren. Das heisst: möglichst detailliert aufschreiben, wofür man Geld ausgibt. So sieht man konkret, wo man allenfalls bereit wäre sich, zugunsten eines monatlichen Spar-Batzens, etwas einzuschränken.
  • Achtung: Für das Ermitteln der monatlichen Ausgaben reicht es nicht, einen Monat lang die Ausgaben detailliert zu erfassen. Monate wie beispielsweise der Dezember (Geschenke, Festessen etc.) oder Ferien-Monate (Hotel, Skiausrüstung etc.) sind besonders ausgabenintensive Monate und müssen beim Ermitteln der monatlichen Durchschnitts-Ausgaben unbedingt miteinberechnet werden.
  • Budgetberatungs-Stellen bieten beim Ermitteln des eigenen Ausgabeverhaltens Hilfe an (Budget-Coach). Apps erleichtern das Erfassen der Ausgaben.
  • Für die grossen Ausgabe-Posten wie Steuern, Krankenkassen, Abos, Hypotheken etc. die möglicherweise nicht monatlich zu zahlen sind, ein Rückstellungskonto einrichten und monatlich darauf einzahlen. So erlebt man keine unliebsamen Überraschungen, wenn grosse Rechnungen ins Haus flattern.
  • Ein Rückstellungs-Konto für besondere Wünsche eröffnen und darauf einen monatlichen Beitrag einzahlen. So kommt man der lang ersehnten Amerika-Reise oder dem neuen Sofa Schritt für Schritt näher.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Maja Brunner