Guter Fisch auf dem Ferienteller

In der Schweiz weisen Nachhaltigkeits-Label zu gutem Fisch: Fisch, bei welchem die Fischerei den Bestand der jeweiligen Fischart nicht gefährdet. Wie ist es aber in den grossen Ferienregionen am Mitttelmeer oder in Fernost? Dort «böser» Fisch nach wie vor in der Überzahl. Aber es bessert.

Mann steht mit einem langen Messer vor einem 200 Kilo-Thunfisch.
Bildlegende: 200 Kilo schwer und vom aussterben bedroht: Dieser Thunfisch wurde im Janaur 2016 in Tokio für umgerechnet über 120'000 Franken versteigert. Keystone

Die gute Nachricht: Auch in den grossen Ferienregionen gibt es zunehmend kontrolliert nachhaltigen Fisch. Das grosse Aber: Das weltweite Fischproblem der Überfischung und Meeres-Verschmutzung bleibt.

5 Tipps für den gesunden Fisch auf dem Ferien-Teller:

  • Möglichst einheimische Fische bestellen. Also keine exotischen Fische am Mittelmeer, keine arktischen Fische in Fernost.
  • Fragen stellen: Woher stammt de Fisch auf meinem Teller? Ist er zertifiziert? Und wenn ja, mit welchem Label?
  • Auf weltweit anerkannte Nachhaltigkeits-Zertifikate achten wie MSC (für Wildfänge) und ASC (für Fisch aus Aquakulturen).
  • Empfehlenswert sind grundsätzlich lokale Fischarten, ausser in tropischen Regionen bei Fischen direkt aus Korallen-Gewässern.
  • Gute Hilfsmittel: der Einkaufsratgeber es WWF, den es auch als App gibt. Im Ampelsystem werden dort Fischarten und anderer Seafood von „sehr empfehlenswert über „Akzeptabel bis „nicht empfehlenswert bewertet.

Es ist also durchwegs möglich, nicht nur in der Schweiz, sondern auch namentlich in den grossen Ferien-Regionen zu nachhaltigem Fisch zu kommen. Dafür reicht aber der einfache Blick in die Menükarte nicht, sondern die aktive Information vor Ort.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Fredy Gasser