Habgier: Wie entsage ich der Macht des Geldes?

Mit der millionenteuren Abgangsentschädigung für den Novartis-Chef Daniel Vasella geriet auch die Diskussion um die Geldgier und die Verlockungen des Geldes ins Zentrum der Diskussion. Die meisten Menschen streben nach mehr Kapital, obwohl ein grösseres Vermögen sie nicht glücklicher macht.

Aktien oder Glücksspiel: Die Aussicht auf einen möglichen Geldsegen ruft trotz der Risiken ein deutlich grösseres neuronales Feuerwerk hervor als das vorhandene Eigentum.
Bildlegende: Aktien oder Glücksspiel: Die Aussicht auf einen möglichen Geldsegen ruft trotz der Risiken ein deutlich grösseres neuronales Feuerwerk hervor als das vorhandene Eigentum. colourbox

Spannende Erkenntnisse hat eine deutsche Forschung ergeben: Im Zweifel wollten die meisten Menschen lieber mehr Geld haben als die anderen. Vor die Wahl gestellt, ob sie lieber in einer Welt leben würden, in der sie selbst 100‘000 Euro und alle anderen 50‘000 Euro besässen, oder in einer Welt, in der sie selbst mit 200‘000 Euro doppelt soviel Geld hätten, aber alle anderen 300‘000 Euro, entschieden sich die meisten für die erste Variante. Sie bevorzugten also die relativ und nicht die absolut höhere Zahl. Die Frage der Rangfolge war demnach die entscheidende und nicht die absolute Höhe des Betrages.

Bei der Frage nach den Ferientagen entschieden sich hingegen die meisten Versuchspersonen für die tatsächlich höhere und nicht für die relativ höhere Zahl.

Welche Bedürfnisse decken wir denn mit unserer Habgier? Woran sehe ich, dass mir meine Habgier schadet? Wie kann ich Genügsamkeit im Alltag «trainieren»? Und was habe ich davon? Ein Gespräch mit dem SRF-Ratgeberpsychologen Rolf Heim.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Christine Schulthess