Händewaschen - aber richtig

Um Infektionskrankheiten wie Schnupfen, Gripppe oder Durchfall (Noroviren) zu vermeiden, gibt es ein effektives Mittel: Händewaschen. Das hilft jedoch nur, wenn man es richtig macht.

Mit Seife eingeschäumte Hände.
Bildlegende: Händewaschen – gewusst wie. Keystone

Bis zu 80 Prozent aller ansteckenden Krankheiten werden via Hände übertragen. Mit gründlichem, richtigem Händewaschen kann man die Anzahl der Keime auf den Händen auf einen Tausendstel senken. Gerade über die Schleimhäute im Mund oder der Nase werden Erreger von Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern weitergereicht. Ein Geschenk, das niemand will und keiner machen sollte.

«Wäscht man die Hände gründlich mit Seife und verwendet ein frisches Handtuch oder Wegwerftücher, braucht es auch keine sterile Flüssigkeit zum Desinfizieren», sagt Veronika Reinecke, Fachexpertin für Infektionsprävention an der Klinik Hirslanden.

Die Expertin weiss: Innerhalb von vier Minuten fassen wir uns einmal ins Gesicht. Perfekt beispielsweise für die Übertragung von Noroviren, die für Durchfallerkrankungen zuständig sind.

Veronika Reineke empfiehlt:

  • Hände mit lauwarmem Wasser waschen, so vermeidet man raue Hände, die zum Vernachlässigen der Handwäsche verleiten.
  • Flüssigseife verwenden. Seifenstücke sind Keimherde. Seifenstücke nicht entsorgen. Sie können statt Duschmittel oder in der Badewanne verwendet werden.
  • Die Hände gut einseifen und mit Wasser abspülen – den Daumenballen und die Zwischenräume zwischen den Fingern nicht vergessen.
  • Handtuch häufig wechseln.
  • Auf öffentlichen Toiletten: Ein Wegwerfhandtuch oder frisches Handtuch von der Rolle verwenden.
  • Hat jemand in der Familie Durchfall (Norovirus) oder einen anderen ansteckenden Infekt, sollte «der Patient» ein eigenes Handtuch haben.
  • Händewaschen nach dem Toilettengang, dem Wickeln von Kindern, Berührung mit Abfall, Benutzung öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufen usw.
  • Händewaschen vor dem Essen, dem Kochen, der Wundversorgung.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Regula Zehnder