Hundesprache für Anfänger

Wer das Verhalten des Hundes in verschiedenen Situationen verstehen will, der muss auf Mimik, Körpersprache und Laute achten. Die Bewegung des Schwanzes sagt einiges über den Gemütszustand des Vierbeiners aus.

Egal ob Hundehalter oder nicht: Die Körpersprache eines Hundes zu verstehen, ist in jedem Fall von Vorteil.
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Der Klassiker: man ist im Wald am Joggen und plötzlich kommt ein Hund angerannt und springt an der Seite hoch. Im schlimmsten Fall schnappt er sogar nach der Wade. Egal ob vor Freude oder aus einer aggressiven Situation heraus. Für jemand, der nichts am Hut hat mit Vierbeinern, kann eine solche Begegnung sehr unangenehm sein und Angst auslösen.

Im «SRF 1-Ratgeber» sprechen wir mit Tierärztin Myriam Schärz über das ABC der Hundesprache. Wie verhält man sich richtig bei einer Begegnung mit einem Hund und wie kann man Konflikten aus dem Weg gehen? Beispielsweise, indem man dem Vierbeiner nie direkt in die Augen schaut. Der Hund empfindet dies als bedrohliche Geste.

Hundesprache: Gut zu wissen

  • Mit dem Schwanz wedeln heisst nicht unbedingt, dass sich der Hund freut: Es kann auch ein Zeichen von Dominanz oder zeigen, dass der Hund angreifen könnte.
  • Wenn sich der Hund die Lippen und die Nase leckt, dabei mit dem nach unten gerichteten Schwanz wedelt, kann die geduckte Haltung ein Zeichen des Unwohlseins sein.
  • Was man bei einer Begegnung mit dem Hund am meisten falsch macht: übertrieben gesagt, schreiend und Hände schwingend davon rennen. Diese Geste löst beim Hund einen Jagdtrieb aus!
  • Wichtige Signale des Hundes: eigentlich im Grunde dasselbe, wie wenn wir einem fremden Menschen begegnen. Da entnehmen wir auch der Haltung und er Mimik, ob uns diese Person, freundlich, feindlich oder neutral gestimmt ist entgegen tritt.
  • Im Zweifelsfall stehen bleiben, dem Hund auf den Hintern oder die Seite schauen. Blick bewusst von den Augen des Hundes abwenden, langsam mit Platz seitlich an ihm vorbei gehen!
  • Klar und deutlich nein sagen und ihn abwehren, wenn man nicht möchte das er hoch springt.
  • Besitzer bitten, den Hund unter Kontrolle zu halten.
  • Wenn man den Hund kennen lernen möchte: Ruhig stehen bleiben, dem Hund die Hand hinhalten und ihn schnuppern lassen. Erst dann unter dem Kopf streicheln.
  • Vorne geduckt, den Hintern in die Höhe, manchmal mit Bellen verbunden ist eine klare Aufforderung zu spielen.
  • Gesträubtes Nackenfell, hochgezogene Lefzen, Knurren sind klare Anzeichen des baldigen Angriffs.
  • Ohren hinunter geklappt, Schwanz zwischen den Beinen bedeutet Angst.
  • Wie kann ich die Reaktionen eines Hundes richtig verstehen? Mit gesundem Menschenverstand, der Hilfe der Besitzer, Feingefühl und Übun.

Moderation: Ladina Spiess, Redaktion: Pascale Folke