Hygiene im Alltag: Was ist zu viel?

Als im Jahr 2009 die Schweinegrippe grassierte, wurden das Händewaschen und die Alltagshygiene zum grossen Thema. Diese Sensibilisierung hat mittlerweilen abgenommen. Zurecht?

Jemand wäscht die Hände mit Seife.
Bildlegende: Eine Hygienemassnahme: Hände waschen. Colourbox

«Jeder Mensch trägt rund 1,5 Kilogramm eigene Bakterien mit sich herum. An den Händen haben wir rund 100 Sorten fremde und eigene Keime. Daher ist die Meinung durch Desinfektion frei von Bakterien zu sein eine Illusion», sagt Hugo Sax, Spitalhygieniker am Universitäts Spital Zürich.

Eine intensivere Handhygiene mache jedoch Sinn, wenn man sich im Kontakt mit erkälteten oder an Grippe erkrankten Personen befindet. Hat jemand Husten, ist man mit einem Abstand von zwei Metern in «sicherer» Distanz.

Um die körpereigenen Bakterien im Gleichgewicht zu halten, sollen die eigenen Abwehrkräfte gestärkt, und wenn immer möglich auf Antibiotika verzichtet werden, sagt Hugo Sax.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Krispin Zimmermann