Illetrismus: Wenn Lesen und Schreiben zum Problem wird

«Jeder kann lesen und schreiben», denkt der Grossteil unserer Gesellschaft. Dem ist nicht so. In der Schweiz haben rund 800‘000 Menschen Lese- und Schreibschwierigkeiten: Sie leiden unter  Illetrismus.

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Im beruflichen Leben von älteren Menschen kommt die Lese- und Schreibschwäche besonders zum Tragen. Das Lesen von Gebrauchsanweisungen oder Mitteilungen der Schule, die Orientierung in einer Stadt, das Ausfüllen eines Formulars beim Arzt oder das Verstehen einer E-Mail - der Alltag wird für Betroffene zur Herausforderung.

«Als ob man sich einen Kinofilm anschaut, dessen Untertitel man nicht lesen und deshalb nicht verstehen kann», beschreibt Frau Dr. Afra Sturm, Professorin für Deutschdidaktik an der Pädagogischen Hochschule in Aarau, die Problematik. Betroffene verbergen ihre Schwächen oft gekonnt, sind aber permanent einer grossen Belastung ausgesetzt.

Wie kann man dem Problem Abhilfe schaffen? Wo finden Betroffene Hilfe? Im DRS 1-Ratgeber sprechen wir mit Mariangela Pretto vom Verein Lesen und Schreiben Deutsche Schweiz.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Pascale Folke