«Jeder Hund hat eine Trüffelnase»

Die Suche nach der edlen Knolle boomt schon seit einigen Jahren in der Schweiz. Viele Hundetrainier bieten darum spezielle «Trüffelsuch-Workshops» an, wo man seinem geliebten Vierbeiner beibringen kann, nach Trüffel zu suchen.

Hund streckt Nase in die Luft.
Bildlegende: Wundernase: Hunde riechen 40 Mal besser als Menschen. Colourbox

«Hunden muss man nicht beibringen, Gerüche zu finden», sagt Hundetrainerin und Verhaltensbiologin Sibylle Aschwanden aus Rohr (SO). Sie müssten lediglich lernen, beim Geruch von Trüffel ein Signal zu geben.

Im «Trüffelsuch-Kurs» lerne der Hund auf spielerische Weise, nach der edlen Knolle zu suchen. «Die Erfolgsquote ist hoch», sagt die Verhaltensbiologin Sibylle Aschwanden. Und letztendlich gehe es um ein Motivationsspiel zwischen Mensch und Tier. Beide hätten etwas davon.

Schäferhund riecht besser als der Mops

Hunde stammen vom Wolf ab und je nach Rasse und Zucht haben sie immer noch einen ausgeprägten Geruchssinn. «Hunde riechen zum Teil bis zu 40 Mal besser als wir Menschen», sagt die Hundetrainerin.

Doch nicht alle Hunde riechen gleich gut: Hunderassen mit kurzer Schnauze, wie der Mops oder die französische Bulldogge, sind eingeschränkter im Geruchssinn, als beispielsweise ein Deutscher Schäfer oder ein Golden Retriever mit langer Schnauze. Die bekannteste Trüffelhund-Rasse ist nach wie vor der Lagotto Romagnolo aus Italien.

In der Schweiz findet man vor allem den Burgundertrüffel

Der Burgundertrüffel ist in Europa weit verbreitet. Die unterirdisch wachsende, runzlige oder warzige Knolle bevorzugt kalkhaltigen Boden. Der Burgundertrüffel mit seinem nussigen Aroma kommt unter anderem im Juragebiet vor. Zu finden ist er meist in Misch-, Eichen- und Buchenwäldern.

Wer zu faul ist die begehrte schwarze Knolle selber zu suchen kann sich an den zahlreichen Trüffelmärkten in der ganzen Schweiz verköstigen.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Pascale Folke