Lipödem: Dick ist nicht gleich dick

Unförmige Beine - weder eine Diät noch viel Sport bringen etwas: Das könnte ein Lipödem sein. Davon betroffen sind vor allem Frauen. Lipödeme sind aber nicht nur optisch ein Problem.

Dicke Frau trägt Einkäufe.
Bildlegende: Das Lipödem betrifft fast ausschliesslich Frauen. Männer sind in sehr seltenen Fällen betroffen. Colourbox

Sammelt sich in den Fettzellen Wasser an, können sich Ödeme bilden. Spannungsgefühle und Druckschmerzen sind die Folge. Beim Lipödem handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung, bei der «zu viel» Unterhautfettgewebe an den Ober- und Unterschenklen, am Gesäss und an den Armen eingelagert wird. Das Lipödem ist ernährungs- und bewegungsunabhängig.

An den betroffenen Körperteilen kommt es zu «ödematösen» Schwellungen des Unterhautfettgewebes. Das Lipödem betrifft fast ausschliesslich Frauen. Männer sind in sehr seltenen Fällen betroffen.

Bei den meisten Patientinnen besteht eine deutliche Diskrepanz zwischen schmalem Oberkörper und stark ausgeprägtem Unterkörper. Typisch für das Krankheitsbild ist auch, dass die Füsse, von den Knöcheln abwärts, nicht betroffen sind und die Fettpolster immer symmetrisch an den Beinen auftreten.

Welche Therapien sinnvoll sind, hängt vom Ausmass der Beschwerden und den Bedürfnissen der Frau ab. Zunächst kommen in der Regel Kompressionsbehandlungen in Frage, manchmal kombiniert mit Lymphdrainage. Das Problem: Oft werden Kompressionsstrümpfe schlecht vertragen und sie ändern nichts am übermässigen Fett. Im fortgeschrittenen Stadium kann man es mit einer Liposuktion absaugen lassen.

Redaktion: Christine Schulthess