Mein Garantieschein ist verblasst: Was nun?

Konsum

Kaufbelege auf sogenanntem Thermopapier mögen für die Verkäufer von Vorteil sein. Die Konsumenten allerdings haben oft das Nachsehen: Diese Quittungen verblassen schon nach kurzer Zeit und werden unlesbar. Bei einem Garantiefall sind Probleme vorprogrammiert. Aber: Das muss nicht sein.

Verblasste Quittung
Bildlegende: Bei einem Garantiefall ist eine verblasste Quittung von Nachteil. SRF

Die Hersteller haben zwar einige Tipps für eine optimale Lagerung der Quittungen auf Lager, diese sind aber ziemlich aufwändig. Und nach fünf Jahren verblasst die Schrift auf Thermopapier trotzdem. Deshalb sorgt man am besten vor. Und dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Die Thermopapier-Quittung auf normales Papier kopieren und diese Kopie zusammen mit dem Original ablegen. So hat der Kunde rechtlich etwas in der Hand.
  • Einscannen und digital sichern, damit man bei Bedarf ein Exemplar ausdrucken kann. Gleichzeitig hat so auch der ewige Zettel-Wirrwarr in der Schublade ein Ende.
  • Den Beleg kann man auch mit dem Smartphone fotografieren. Dazu gibt es spezielle Apps, mit denen man Kassenzettel auf dem Handy einscannen und verwalten kann.
  • Reagieren Sie bereits beim Kauf im Laden: Wenn Sie einen Garantiebeleg auf Thermopapier erhalten, fragen Sie den Verkäufer, ob er gleich noch eine Kopie der Quittung für Sie machen kann.

Und wenn der Beleg bereits unlesbar ist?

Auch dann besteht die Chance auf Garantie. Wichtig ist in einem solchen Fall, dass man den Kauf und das Kaufdatum belegen kann. Das ist zum Beispiel möglich, wenn der Käufer das Gerät seinerzeit mit Bank- oder Kreditkarte bezahlt hat. Mit dem entsprechenden Bankbeleg kann er das nachweisen. Hilfreich kann auch sein, wenn man beim Kauf eine Kundenkarte vorgewiesen und der Verkäufer diese eingelesen hat. Der Kauf ist somit im System registriert und kann nachvollzogen werden.

Autor/in: Maria Kressbach, Moderation: Dani Fohrler