Mythen und Wahrheiten rund um die Kopfwehtablette

Medizin

«Kopfweh ist nicht gleich Kopfweh», sagt Reto Agosti, Gründer und Chefarzt am Kopfwehzentrum Hirslanden Zürich. Es gibt rund 200 Arten von Kopfschmerzen. Die beiden grossen Gruppen sind die Migräne und das Spannungskopfweh. Rund um Kopfschmerzen ranken sich viele Mythen. Was stimmt nun?

Mythen rund um die Kopfwehtablette
Bildlegende: Bei ersten Anzeichen von Kopfschmerzen lohne es sich, eine Tablette zu nehmen, sagt Reto Agosti, Gründer und Chefarzt am Kopfwehzentrum Hirslanden Zürich. zvg / Hirslanden Zürich

Ein paar beliebte Behauptungen. Richtig oder falsch? Der Neurologe Reto Agosti hat die Antwort:

  • Bei Kopfschmerzen lieber mal abwarten, bevor man zu einer Kopfwehtablette greift.
    Falsch. Kein falsches Heldentum an den Tag legen. Je schneller man etwas nimmt, umso schneller wirkt es.
  • Mehr Stress kann zu mehr Spannungskopfschmerzen führen.
    Richtig. Für Entspannung sorgen. Rechtzeitig etwas gegen die Kopfschmerzen unternehmen.
  • Mit der Zeit wird man immun und reagiert nicht mehr auf die eingenommenen Kopfwehtabletten.
    Falsch.
  • Zwei Tabletten sind zu viel, eine reicht.
    Weder richtig noch falsch. Dosierung beachten. Bei zu niedriger Dosierung stellt sich die erwünschte Wirkung nicht ein. Deshalb nochmals eine Tablette nehmen.
  • Bei ersten Migräneanzeichen wie Sehstörungen, Appetit auf Schokolade oder Müdigkeit schon eine Tablette nehem.
    Richtig. Vorläufersymptome ernst nehmen. Es nützt niemandem etwas, wenn man dann mit Übelkeit und starken Kopfschmerzen darniederliegt.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Regula Zehnder