Notfall zu Hause: Was tun?

Die Schweizer Spitäler behandelten 2011 auf ihren Notfallstationen täglich 4'400 medizinische Probleme. Das sind 26 Prozent mehr «Notfälle» als im Jahr 2007. Die Zahlen einer neuen Studie zeigen: Immer mehr Leute gehen mit medizinischen Problemen direkt in die Notfallstationen. Zu Recht? 

Beschriftung der Notfall-Apotheke in Basel.
Bildlegende: Die Schweizer Notfallstationen sind häufig überfüllt - auch wegen Bagatellen. Keystone

Kleine und grosse medizinische Probleme belasten die Kapazitäten der Schweizer Notfallstationen der Spitäler. Diese stossen zunehmend an ihre Grenzen. Gerade für kleinere Probleme gäbe es andere Behandlungsmöglichkeiten.

«Eine Schnittwunde kann jeder meiner Kollegen nähen», sagt Hausarzt Philippe Luchsinger. «Auch für Notfälle an Wochenenden kann man seinen Hausarzt kontaktieren. Per Telefon wird man dann an den Notfalldienst weitergeleitet oder erhält schon eine erste Beratung.» Auch Apotheken, Krankenkassen und spezielle Zentren, wie das Tox-Zentrum bei Vergiftungen, bieten während 24 Stunden eine Notfallnummer an.

Griffbereite Notfallapotheke

Wichtig für die erste Hilfe ist eine komplette, aufgeräumte und aktuelle Notfallapotheke zu Hause. Darin zu finden sind unter anderem: Schmerztabletten, die bereits einmal gewirkt haben, Antiallergika, Tabletten gegen Übelkeit und Durchfall und steriles Verbandsmaterial.

Moderation: Brigitte Wenger, Redaktion: Sandra Schiess