Palliative Care: Tipps für Betroffene und Angehörige

Bei der Palliative Care geht es um das Lindern des Leidens eines unheilbar kranken Menschen. Die Lebensqualität steht dabei im Vordergrund. Doch für Betroffene und Angehörige kann die Situation auch schwierig sein. «Ratgeber»-Hausarzt Thomas Kissling gibt Tipps, wie die Aufgabe besser gelingt.

Frau beim Spaziergang mit Hund.
Bildlegende: Wichtige Auszeiten: Angehörige von Palliativpatienten sollen bei einem Spaziergang zur Ruhe kommen. Colourbox

Bei der Palliative Care geht es nicht nur um das Sterben auf einer Palliativstation. Palliative Care beginnt viel früher und bezieht sich auf die Zeit, in der Sterben und Tod absehbar sind. Das kann aber bei langwierigen Erkrankungen Jahre dauern.

Bei der Palliative Care sind allen voran Patient und Angehörige gefordert. Denn Palliative Care erfolgt soweit wie möglich am Ort, den der Patient sich wünscht.

Der Hausarzt Thomas Kissling sagt: «Die Situation ist für alle schwierig. Der Patient muss mit seiner Situation fertig werden und die Angehörigen überfordern sich oft.»

  • Wichtig ist Ehrlichkeit: Alle Beteiligten sollen Ihre Ängste und Bedenken äussern dürfen. Jederzeit und früh genug.
  • Hat der Patient Angst alleine zu sein, so darf er dies sagen. Die Angehörigen wiederum dürfen aber auch eine fremde Hilfe mit der Betreuung betrauen um einmal kurz Distanz zu bekommen.
  • Patienten und Angehörige sollen Angebote (Betreuung, psychischer Beistand) annehmen
  • Übernehmen Angehörige die Betreuung eines Palliativpatienten, sollen sie sich eine fixe Auszeit pro Woche oder Tag nehmen. Beispielsweise täglich eine Stunde spazieren oder einmal pro Woche in die Stadt gehen.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Regula Zehnder