Passwörter: Das muss man beachten

In den letzten Jahren hat bei Sicherheitsspezialisten ein Umdenken stattgefunden. Passwort-Regeln, die einst als sakrosankt galten, wurden über den Haufen geworfen. Wir zeigen, worauf es ankommt.

Eine Tastatur, auf der ein Post-It mit Passwörtern liegtl
Bildlegende: Sicheres Passwort? Wir zeigen wie es geht. Colourbox

Lange Passwörter sind sicherer

Nur Passwörter mit Zahlen und Sonderzeichen galten als sicher. Davon ist man abgekommen. Experten empfehlen, für ein Passwort mindestens vier normale Wörter zufällig auszuwählen. Also etwa:

  • Zwerg rot Motorrad lauwarm

Auch wenn das Passwort weder Zahlen noch Sonderzeichen enthält, ist es dennoch schwieriger zu knacken als ein kurzes Passwort nach der alten Regel. Trotz der Länge kann man sich den Code mit einer Geschichte als Eselsbrücke besser merken.

Wichtig dabei ist, dass zwischen den Wörtern kein Zusammenhang besteht.

Ein sicheres Passwort darf man lange nutzen

Früher galt: Alle 90 Tage sollte man ein Passwort ändern. Weil viele Nutzer auf Passwörter auswichen, die sie sich gut merken konnten, ist man davon abgekommen.

Heute gilt: Lieber ein sicheres Passwort (siehe oben) über längere Zeit verwenden, als ständig wieder aufs Neue triviale Passwörter nutzen.

Nie das gleiche Passwort auf zwei verschiedenen Seiten nutzen

Gelingt es einem Hacker, von einer Web-Seite ein Passwort zu stehlen, so wird er versuchen, sich damit beim E-Mail-Konto oder sozialen Medien Zugang zu verschaffen.

Deshalb sollte man bei zentralen Diensten wie Email Konto, Online Shops oder sozialen Medien unterschiedliche, sichere Passwörter verwenden.

Ein Passwort Manager hilft, den Überblick zu behalten. Diese spezielle Software kann Passwörter generieren und legt diese auf sichere Weise ab.

Apple stellt für seine Geräte einen Passwort-Manager bereit. Die Stiftung Warentest hat vor einem Jahr neun verschiedene Produkte getestet.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Peter Buchmann