Pech beim Misstritt, P.E.C.H. danach

Beim Wandern, Joggen oder im Haushalt: Schnell ist der Fuss vertrampt oder das Knie verdreht. Das schmerzt und ärgert, schlimm ist es aber häufig nicht. Solange der Fuss nicht blutunterlaufen ist, die Schmerzen erträglich sind und das Knie noch die ursprüngliche Form hat, kann man PECH anwenden.

Mann hält sein Fussgelenk mit Sportschuhen.
Bildlegende: Jede dritte stumpfe Verletzung ist schmerzhaft aber harmlos. colourbox.com

PECH steht für:

  • Pause
  • Eis
  • Compression
  • Hochlagern

Und zwar je schneller, desto besser. Wobei zu beachten ist, dass beim zweiten Punkt nicht Eis angewendet werden soll, sondern eher moderat mit kühlem Wasser, einem Quarkumschlag oder Kühlbandagen gekühlt werden soll.

Salben, Sprays oder Pflaster

Sportärzte betonen, dass bei stumpfen Verletzungen zuerst die PECH-Regel angewendet werden soll. Salben etc. können hinzugenommen werden. Wissenschaftlich bestätigt ist, dass Salben mit dem Wirkstoff Diclofenac sowohl schmerzlindernd wie auch entzündungshemmend sind. Naturprodukte mit Wallwurz und Arnika helfen auch, allerdings ist unklar, welcher Inhaltsstoff davon wirkt.

Salben können angenehm sein, weil man beim Auftragen die Stelle massiert. Sprays und Salben wirken beide ziemlich schnell, wobei der Spray eher noch einfacher in der Anwendung ist. Pflaster wirken langsamer und länger, können also zum Beispiel über Nacht aufgeklebt werden.

Bei tieferliegenden Verletzungen und starken Schmerzen helfen oberflächliche Anwendungen nicht mehr. Hier muss zur Tablette gegriffen werden. Bei Blutungen, Verfärbungen, starken Schmerzen und Deformationen soll unbedingt der Arzt aufgesucht werden.

Redaktion: Brigitte Wenger