Putzfimmel zu Weihnachten?

Muss es denn fürs Fest blitzblank und sauber sein? Für den «Ratgeber»-Psychiater Viktor Meyer gibt es auf diese Frage keine klare Antwort. «Putzen hat viel Positives», sagt er. «Ob man traurig oder fröhlich ist: Putzen kann man in jeder Gemütslage. Und das Positive daran ist: Danach ist es sauber.»

Eine Frauenhand mit Lappen auf einem Holztisch.
Bildlegende: Putzen: Das gute Mass muss jeder für sich selbst finden. Colourbox

Wenn man sich in Sachen Putzen auf die Feiertage hin ein bisschen unter Druck setze, könne das auch sein Gutes haben, sagt Viktor Meyer: «Das Ritual, die Wohnung schön herauszuputzen, kann einen stimmungsvollen Effekt haben.» So ist zum Fest alles parat und sauber.

Gemäss dem «Ratgeber»-Psychiater kann man sich aber auch zu sehr unter Druck setzen. Die Zimmer, zu denen die Gäste keinen Zutritt haben, müssten nicht zwingend festlich herausgeputzt werden.

Die Generalreinigung der ganzen Wohnung auf die Festtage hin könne aber durchaus auch ein Ritual sein, betont der Experte: «Erst wer unter dem Putzen leidet, braucht Hilfe.»

Folgendes gilt es beim Festtagsputz zu beachten:

  • Putzen kann man in jeder Gemütslage, und der Effekt ist unübersehbar: Es ist sauber.
  • Lassen Sie sich von kritischem Besuch an den Feiertagen nicht ins Bockshorn jagen. Das vorweihnachtliche Putzen darf nicht ins Negative kippen.
  • Ein bisschen Druck für den Feiertagsputz kann nicht schaden.
  • Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Weniger ist mehr. Freuen Sie sich über den Sauberkeitseffekt, den Sie erzielt haben.
  • Einen Putzfimmel haben weniger als ein Prozent der Bevölkerung.

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Regula Zehnder