Schluss mit dem Teufelskreis: Hilfe aus der Ko-Abhängigkeit

Alkohol-, Drogen-, Fress- oder Arbeitssucht: Wer unter einer Sucht leidet belastet immer auch sein Umfeld. Meistens wollen Partner, Familienangehörige oder Freunde helfen. Vielfach jedoch endet diese Hilfe in einer Ko-Abhängigkeit. Wie können sich Ko-Abhängige aus diesem Teufelskreis befreien?

Verantwortung abgeben statt schützen: Der erste Schritt aus der Ko-Abhängigkeit.
Bildlegende: Verantwortung abgeben statt schützen: Der erste Schritt aus der Ko-Abhängigkeit. colourbox.com

Manchmal übernehmen Angehörige Aufgaben der abhängigen Personen, um die Situation erträglicher zu machen. Oder sie versuchen ihr zu helfen, indem sie die abhängige Person von den negativen Folgen ihres Tuns schützen: Sie entschuldigen den Süchtigen beim Arbeitgeber, finanzieren die Sucht aus lauter Angst davor, der Süchtige könnte kriminell werden und sie entsorgen bei einem Alkoholabhängigen ganz unauffällig die Flaschenberge, etc.

Aus Scham verschweigen Nahestehende häufig das Problem und versuchen es zu vertuschen. Dies hindert Nahestehende oft, Unterstützung und Hilfe zu suchen. Das Schweigen ist mit Leiden und Isolierung verbunden. Ko-Abhängige bringen sich oft an den Rand ihrer Kräfte. Und letztlich wird so das Konsumproblem des anderen zum Problem des Nahestehenden.

SRF-Ratgeberpsychologe Markus Zimmermann mit Tipps, wie man aus diesem Teufelskreis herausfinden kann.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Christine Schulthess