Schneller lesen ganz einfach

Wer schneller liest, arbeitet schneller und hat zudem erst noch das grössere Lesevergnügen. Es sei wie Sackhüpfen, sagt der Schnell-Lesetrainer Rinaldo Manferdini. Wer die grösseren Sprünge schafft, ist schneller am Ziel.

Mann liest.
Bildlegende: Schneller lesen kann man mit einfachen Tipps trainieren. Colourbox

Auf das Lesen angewandt heisst das: Das Auge, respektive unser Gehirn, muss lernen, die Blicksprünge weiter zu machen als gewohnt. Dadurch kommen mehr Informationen pro Zeiteinheit ins Gehirn.

Das bedeutet, dass man sich beim Schnelllesen viel mehr auf den Inhalt konzentriert als beim Lesebummel. Entsprechend intensiver ist das Lesevergnügen, aber auch der Merkvorgang.

Schnelllesen kann man mit verschiedenen Methoden lernen. Dazu gehört Tempotraining mit dünnen Holzstäbchen, Blicksprungtraining und Wortbildtraining. Im Merkblatt sind die Schnelllese-Tipps ausgeführt.

  • Tempotraining

Verwenden Sie bei der Lektüre ein dünnes Holzstäbchen, wie man es in der Küche als Fleischspiess verwendet. Halten Sie das Stäbchen ganz hinten und ziehen Sie die Spitze unterhalb der Zeile von links nach rechts. Steigern Sie allmählich das Tempo, indem Sie das Stäbchen immer schneller von links nach rechts ziehen.

  • Blicksprungtraining

Ziehen Sie in einem Zeitungsspaltentext zwei senkrechte Linien, so dass der Artikel in drei Spalten gegliedert ist. Dort, wo die Linien die Textzeilen kreuzen, befinden sich Ihre Blickpunkte. Somit benötigen Sie für eine Zeitungsspalte nur noch zwei Blickpunkte. Sie pendeln also mit Ihren Augen zwischen diesen Punkten hin und her und sehen dabei den ganzen Text.

  • Wortbildtraining

Schreiben Sie Wörter untereinander auf. Nehmen Sie dann eine kleine Karte von der Grösse einer Visitenkarte. Verdecken Sie die zu lesende Spalte mit dem Kärtchen. Nun decken Sie für einen kurzen Moment das oberste Wort auf, indem Sie die Karte kurz wegziehen und sie gleich wieder über das Wort schieben. Es wird also nur ganz kurz sichtbar. Damit trainieren Sie, mit einem Blick ein Wort zu erfassen, statt es von links nach rechts zu erlesen.

Redaktion: Anne-Käthi Zweidler