Sex ist gut für gesunde Geschlechtsorgane

Je älter wir werden, desto schlechter funktioniert unser Körper. Dazu zählen natürlich auch die Sexualorgane. Experten bestätigen, dass sowohl beim Mann als auch bei der Frau regelmässiger Sex für funktionstüchtige Organe sorgt – und für mehr Freude im Bett. Gynäkologin Regina Widmer gibt Tipps.

Weibliche und männliche Füsse im Bett.
Bildlegende: Früher waren wir noch hormongesteuert, heute kommt die Lust mit dem Sex. colourbox.com

Erektionsstörungen sind das häufigste Problem im Bett bei Männern über 45 Jahren. Eine Studie zeigt: Das Risiko einer Erektionsstörung steht im umgekehrten Zusammenhang mit der Häufigkeit des Sexualverkehrs. Das heisst: je mehr Sex, desto weniger Probleme.

Bei Frauen gibt es keine entsprechende Studie. Aber Fachleute der Gynäkologie und Sexologie sagen, dass regelmässiger Verkehr für eine gute Durchblutung und damit für eine funktionstüchtige Vagina sorgt. Denn Frauen ab der Lebensmitte leiden vermehrt an einer trockenen und verengten Scheide.

Die Gynäkologin Regina Widmer plädiert deshalb für:

  • Mehr Sex: Denn die Lust kommt mit dem Sex, nicht umgekehrt.
  • Mehr Selbstbefriedigung: Frauen und Männer sollten sich selber kennen und wissen, was sie mögen.
  • Mehr Dehnung (bei der Frau): Warum nicht einen Dildo einführen und dazu die Zeitung lesen?
  • Mehr Pflege (bei der Frau): Mandelöl und pflanzliche Salben befeuchten und nähren die Haut der Scheide. Ausserdem fasst man sich dabei an und massiert die sensible Stelle.
  • Mehr investieren: Die Verbesserung der Sexualität braucht Zeit und Übung.
  • Weniger Scham: Das schlechte Gewissen ist beim Sex oder bei der Selbstbefriedigung fehl am Platz. Wir müssen lernen, dies zu überwinden.
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Liebesleben (1/3): Im Bett mit Herr und Frau Schweizer

50 min, aus Liebesleben vom 19.5.2016

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Brigitte Wenger