So berechnen Sie Ihre Wanderung richtig

Vier Kilometer flach, 300 Höhenmeter aufwärts und 600 Höhenmeter abwärts: Wer als Faustregel dafür je eine Stunde berechnet, liegt nicht so schlecht. Mitentscheidend sind aber auch die eigene Fitness und die Art der Wege. So berechnen Sie Ihre Wanderrouten richtig.

Wanderer machen Pause und lesen Karte.
Bildlegende: Kartenlesen will gelernt sein. colourbox.com

Ein paar Rechenbeispiele: Plant jemand eine flache Tour von 10 Kilometern, benötigt er dafür zirka zweieinhalb Stunden. Denn für einen normalen Wanderer kann man ein Tempo von vier Kilometern pro Stunde berechnen. Geht jemand schneller (viereinhalb Kilometer pro Stunde) oder langsamer (drei Kilometer pro Stunde) wird die Rechnung natürlich angepasst.

Führt die 10-Kilometer-Tour zusätzlich 300 Höhenmeter auf- und wieder abwärts, braucht der Wanderer länger: 300 Höhenmeter aufwärts und 600 Höhenmeter abwärts entsprechen einer zusätzlichen Stunde. Für das Beispiel kommen also weitere eineinhalb Stunden dazu.

Sind die Wege jedoch sehr steil, schmal oder steinig, braucht der Wanderer für dieselbe Tour nochmal etwas länger.

Distanzen auf der Karte
Um die eigene Route auf der Karte zu berechnen, braucht man ein bisschen Übung. Wichtig zu wissen ist: Der Massstab der Karte zeigt an, wie viel verkleinert die Karte im Vergleich zur Natur ist. «1:25 000» bedeutet also, dass die Karte 25 000 Mal verkleinert ist, ein Kilometer in Natur sind also vier Zentimeter auf der Karte.

Die Äquidistanz gibt an, wie viele Meter zwischen den einzelnen Höhenkurven liegen. In der Regel entspricht die Äquidistanz 10 (Flachland) oder 20 Metern (Bergen). Sind die Höhenkurven näher beisammen, ist das Gelände steiler.

Routenplanung online
Hilfreiche Unterstützung bieten die beiden Webseiten wandern.ch (Schweizer Wanderwege) und wanderland.ch (SchweizMobil). Da findet man Tipps, Routenberechner, Wandervorschläge und gegen eine Jahresgebühr von 35 Franken kann man auch eigene Routen zeichnen und berechnen.

Redaktion: Brigitte Wenger