So handeln Sie richtig bei Schnittverletzungen

Sich mit einem Messer oder einer Schere zu schneiden, ist ärgerlich, kann weh tun und kommt im Dezember oft vor. Laut Statistik der Suva steigt in der Weihnachtszeit die Anzahl der Schnittverletzungen um 40 Prozent an. Doch wie verarztet man Schnittverletzungen und wann muss man zum Arzt deswegen?

Im Dezember nimmt die Zahl der Schnittverletzungen deutlich zu. Die meisten Unfälle mit Messer, Scheren oder Cutter passieren an Heiligabend und am Weihnachtstag. Schuld daran sind beispielsweise der ungeschickte Gebrauch eines scharfen Fleischmessers beim zerschneiden des Festtagsbratens oder das unbeholfene Zuschneiden des Tannenbaums. Oft sind die Schnittverletzungen Bagatellfälle und können selber verarztet werden, doch bei tieferen Schnittwunden ist der Gang zum Arzt zwingend nötig. Eva Schneider sagt, worauf man bei Schnittwunden achten muss.

  • Bei einem Schnitt, der tiefer als einen Zentimeter ist, sollte man einen Arzt aufsuchen. Schnitte sind dann tief, wenn eine klaffende Wunde entsteht. Oberflächliche Schnitte hingegen bluten nur ganz wenig und sind als dünner Strich sichtbar.
  • Schneidet man sich an einer besonders heiklen Stelle, zum Beispiel am Handgelenk, wo sich die Hauptschlagader befindet, muss man besonders schnell handeln. Als erstes muss man das spritzende Blut stoppen, indem man einen Druckverband anlegt. Danach den Arzt aufsuchen.
  • Um kleinere Schnittwunden sofort verarzten zu können sollte man zuhause in der Notfallapotheke immer Pflaster, Desinfektionsmittel und sterile Kompressen haben.
  • Ebenfalls sehr wichtig bei Schnittverletzungen ist die Impfung gegen Starrkrampf. Geht man wegen einer Schnittverletzung zum Arzt, wird dieser nach der Starrkrampfimpfung fragen. Es bietet sich deshalb an, den Impfausweis mitzunehmen, im Zweifelsfall wird der Arzt eine Starrkrampf-Impfung verpassen.

Moderation: Stefan Sigenthaler, Redaktion: Gaudenz Weber/Désirée Ottiger