Sonne und Herpes - ein Ammenmärchen?

«Nein», sagt Christoph Schlapbach, Professor für Dermatologie am Berner Inselspital. Ein Ammenmärchen ist aber, dass man den Herpes an der Lippe mit Zahnpasta behandeln soll. Warum man bei starker Sonneneinstrahlung eher einen Herpes bekommt, weiss man bis heute nicht. Was einzig hilft: Tabletten.

Lippe mit Herpes
Bildlegende: Die Sonne fährt unser Immunsystem herunter, was freie Fahrt für den Herpes bedeutet. Colourbox

«Beginnt man zu salben, ist es schon zu spät», sagt Schlapbach. Die Salbe ist aber nicht für die Katze. Sie hilft bei der Wundheilung. Aber eben, den Herpes verhindert sie nicht.

  • Die Sonne begünstigt den Herpes. Die Sonne fährt das Immunsystem herunter, was freie Fahrt für Fieberblasen bedeutet. Das merken Geplagte auch in den Winterferien im Schnee.
  • Um einen Herpes zu verhindern reicht Herpessalbe nicht. Dafür braucht es Tabletten, die man vom Arzt verschrieben bekommt. Herpessalbe hilft allerdings bei der Wundheilung.
  • Zahnpasta hilft bei Herpes nicht.
  • Gute Nachricht für Frauen: Lippenstift wirkt wie ein Strahlenfilter und schützt die Lippen vor der Sonne und damit vor Herpes.
  • Lippenpommade mit Lichtschutzfaktor ist ein guter Sonnenschutz, verhindert aber keine Herpesbläschen.
  • Schatten ist nicht nur ein guter Sonnenschutz, Schatten ist auch ein guter Herpesschutz.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Regula Zehnder