Thrombose: Unterschätzte Gefahr

Blutgerinnung und Blutverflüssigung sollten im Gleichgewicht sein. Ist dieses gestört, kann ein Blutpfropf ein Gefäss verstopfen (Thrombose). Der Propf kann mit dem Blut durch die Gefässe wandern, in der Lunge stecken bleiben und im schlimmsten Fall zu einer lebensgefährlichen Lungenembolie führen.

Beine mit Blutgefässen, einzelne Gefässe die zeigen, wie Thrombose entsteht
Bildlegende: Wer schon eine Thromobse in der Familie hat, muss sich erst recht bewegen, bewegen und nochmals bewegen, damit es gar nicht so weit kommt. Colourbox

Eine Thrombose ist nicht immer einfach zu erkennen. «Verschliesst ein Thrombus, ein Blutpropf, im Beckenbereich eine Vene, dann spürt man das relativ gut», sagt Thomas Kissling, Hausarzt und SRF-Puls-Ratgeberarzt. Eine Thrombose im Bereich des Unterschenkels dagegen kann auch Schmerzen verursachen, diese sind allerdings weniger ausgeprägt. Oft ist die Haut auch gerötet.

Thomas Kissling nennt folgende Risiken für eine Thrombose:

  • Thrombosen in der Familie
  • Hormonelle Veränderungen (Wechseljahre)
  • Antibabypille
  • Krampfadern
  • Langes Sitzen, insbesondere auf Car- oder Flugreisen
  • Übergewicht

Vorbeugend kann man:

  • Bei langen Flugreisen Platz am Gang wählen, viel aufstehen, herumlaufen im Flugzeug genug trinken.
  • Allenfalls Stützstrümpfe tragen
  • Aspirin vor der Flugreise nützt nichts
  • Achtung: Eine Thrombose kann auch ein paar Tage nach der Flugreise auftauchen
  • Generell: Bewegung, Bewegung, Bewegung (Treppe statt Lift, eine Station vorher aussteigen)

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Regula Zehnder