Versicherung für Haustiere – sinnvoll oder für die Katz?

In der Schweiz leben rund 500'000 Hunde und 1'400'000 Katzen. Nur drei bis vier Prozent von ihnen sind versichert. Tierarztkosten muss der Tierbesitzer selber berappen und das kann ins Geld gehen. Summen im vierstelligen Bereich sind keine Seltenheit. Macht für solche Fälle eine Versicherung Sinn?

Tierarzt behandelt eine Katze.
Bildlegende: Der Besuch beim Tierarzt kann ganz schön ins Geld gehen. Keystone

Pro Jahr entstehen in der Schweiz rund 400 Millionen Tierarztkosten, wovon das meiste von den Tierhaltern selber bezahlt wird. Versicherungen für Haustiere sind hierzulande erst wenig verbreitet. Dies obwohl es viele Angebote für Haustierversicherung gibt.

Nebst Hunden und Katzen kann man bei einigen Versicherungen auch Vögel versichern. Von den Leistungen und Preisen her gehen die Versicherungsangebote auseinander. Auch die Meinungen dazu gehen in verschiedene Richtungen.

Während Versicherungsexpertin Claudia Schaufelberg eine Versicherung sinnvoll findet, zeigt sich der Tierarzt Roger Fitzi eher skeptisch.

Drei wichtige Punkte bei der Versicherung für Haustiere:

  • Zuerst gut überlegen, ob man sein Tier versichern möchte. Dabei beachten dass die Lebensdauer von Tieren nicht so lang ist und sehr teure Behandlungen sind oft nicht zwingend gut fürs Tier.
  • Das Geld, das man monatlich der Versicherung bezahlen würde, kann man auch zur Seite legen. Muss sich das Tier doch einer teuren Behandlung unterziehen, liegt das Geld bereit. Bleibt das Tier zeitlebens gesund, kann man das Geld für etwas anderes gebrauchen.
  • Wenn die finanziellen Mittel beschränkt sind, lohnt sich eine Versicherung für Hund und Katze eher. Die Behandlung eines Beinbruchs bei einem Hund kann bis zu 2700 Franken oder eine Magendrehung bis zu 3000 Franken kosten.
  • Entscheidet man, eine Versicherung abzuschliessen, geht es darum, das geeignete Angebot zu finden. Dabei lohnt es sich, die Preise und Leistungen der einzelnen Versicherungen zu vergleichen. Wichtig ist, dass man die Leistungen gut prüft. Oftmals werden zum Beispiel Impfkosten oder Kosten, die wegen Erbkrankheiten anfallen, nicht übernommen.

Redaktion: Desirée Ottiger