Viel putzen ist so gefährlich wie stark rauchen

Medizin

Wer viel putzt, bekommt via Atemwege auch viel von den Putzmitteln ab. Eine neue Studie zeigt: Die Auswirkung intensiven Putzens auf die Lungenfunktion ist ähnlich, wie wenn jemand 20 Jahre lang täglich ein Päckli Zigaretten raucht. Tipps und Tricks, wie man troztdem gesund und sauber putzen kann.

Mann mit Staubmaske
Bildlegende: Wenn es ein paar Jahre her ist, dass sie den Keller gewischt haben, schützen Sie sich mit einer Staubmaske, wenn Sie dort Frühlingsputz machen wollen. Colourbox

Roger Waeber von BAG empfiehlt:

  • Putzmittel für Küche und Bad, die einen Zerstäuber haben, direkt in einen Schwamm oder Lappen pumpen. So vermeidet man das Einatmen des Sprühnebels.
  • Auch Duftstoffe der Reinigunsmittel können die Atemwege reizen. Besonders Asthmatiker können empfindlich reagieren. Der Duft ist kein Garant für Sauberkeit. Ein Putzmittel muss nicht riechen.
  • Regelmässiges Putzen verhindert grosse Schmutzablagerungen. Mit Wasser und einem Microfasertuch wird man so dem Schmutz Herr.
  • Armaturen im Bad nach dem Duschen trocknen, so lagern sich gar keine Kalkflecken ab. Bei wenigen Kalkflecken kann an die auch mit einem Microfasertuch entfernen.
  • Für den Frühlingsputz im Keller oder Estrich allenfalls eine Staubmaske tragen. Gerade wenn das letzte gründliche Auswischen ein paar Jahre zurück liegt.
  • Staub unter Umständen mit Feuchtigkeit binden. Leere Zerstäuberflasche mit klarem Wasser füllen und den Staub so schwerer machen. Anschliessend normal mit dem Besen kehren.
  • Auch in der Wohnung hat es Staub: Nach dem Staubsaugen Zimmer lüften. Raum für Raum staubsaugen und immer sogleich das Zimmer lüften. Am Schluss noch die ganze Wohnung lüften.
  • Feucht abstauben. Ein Staubwedel sieht schick aus, verteilt den Staub aber, statt ihn einzufangen.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Regula Zehnder