Vom richtigen Umgang mit Schmerzmitteln

Ein Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen nach dem weinseligen Abend, eines bei Magenschmerzen, wieder eines, weil das Knie schmerzt: In der Schweiz gibt es über 180 verschiedene Schmerzmittel. Doch ein allzu leichtfertiger Umgang mit diesen vermeintlich harmlosen Medikamenten kann gefährlich sein.

Auswahl an Schmerzmitteln auf Tisch.
Bildlegende: Ohne ärztlichen Rat sollten Schmerzmittel nicht über längere Zeit eingenommen werden. Sie können ihre Wirkung verlieren, Schmerzen sogar verstärken und im schlimmsten Falle auch Organe schädigen. colourbox

Am weitesten verbreitet sind entzündungshemmende Schmerzmittel wie die Arzneistoffe ASS (Aspirin), Diclofenac und Ibuprofen. Diese sind in jeder Apotheke ohne Rezept zu bekommen. Gemein ist den Mitteln, dass sie die Bildung von Schmerzbotenstoffen verhindern, Fieber senken und Entzündungen entgegenwirken.

Doch fast alle Schmerzmittel reizen den Magen. Die maximale Dosis sollte nicht überschritten werden. Wer zu häufig zu Schmerzmitteln greift, der riskiert, dass diese ihre Wirkung verlieren oder dass sich die Schmerzen sogar verstärken.

Der Körper kann sich an die Schmerzmittel gewöhnen und bei «Entzug» mit Kopfschmerzen reagieren. Auch Nieren-, Leber- und sonstige Organschäden können die Folge von Dauergebrauch sein.

Tipps:

  • Die Angabe zur Tageshöchstmenge ist extrem wichtig. Diese ist im Beipackzettel nachzulesen. Die Maximaldosis also nie überschreiten.
  • Ohne ärztlichen Rat sollte kein Schmerzmittel länger als drei Tage hintereinander und nicht öfter als an zehn Tagen im Monat eingenommen werden.
  • Schmerzmittel nicht vorbeugend nehmen, sondern erst dann, wenn sich die Schmerzen auch einstellen.

Redaktion: Christine Schulthess