Wann sind Impfungen sinnvoll?

Impfungen schützen gegen schwere Krankheiten wie Diphtherie oder Starrkrampf und verhindern gefährliche Auswirkungen von Infektions-Krankheiten. Mit der Grippeimpfung lassen sich eine Erkrankung und schwere Komplikationen nach einer Grippe verhindern. Es gibt aber auch Kritiker.

Das BAG empfiehlt die Impfung für alle Personen über 65 Jahre, sowie für Erwachsene und Kinder mit chronischen Erkrankungen.
Bildlegende: Das BAG empfiehlt die Impfung für alle Personen über 65 Jahre, sowie für Erwachsene und Kinder mit chronischen Erkrankungen.

Impfungen ahmen eine natürliche Infektion nach, deren Reaktionen in der Regel mild und fast frei von äusseren Zeichen und Komplikationen sind. Keine Impfung ist ganz ohne Risiko, aber die Gefahren sind viel geringer als bei einer natürlichen Erkrankung. Kritiker erachten Impfungen als kontraproduktiv.

Impfstoffe sind in der Regel gut verträglich. Wie bei allen Medikamenten, werden jedoch auch bei Impfungen Nebenwirkungen festgestellt. Die meisten Nebenwirkungen - etwa eine Schwellung, Rötung oder Verhärtung an der Einstichstelle - sind vorübergehend und verschwinden innerhalb weniger Tage. Schwere Nebenwirkungen oder bleibende Schäden sind selten.

Grippeimpfung?
Die Grippe ist keine harmlose Krankheit. Jedes Jahr verursacht sich zwischen 100'000 und mehr als 300'000 Krankheitsfälle, ist verantwortlich für viele Hospitalisierungen und hat je nach Intensität der Epidemie zwischen 400 und 1000 Todesfälle zur Folge. Der Grippeimpfstoff, der jedes Jahr an die zirkulierenden Viren angepasst wird, schützt gegen Influenza, aber nicht gegen Husten und Erkältungen anderer Herkunft.

Weitere Themen der Sendung:

  • Was tun, wenn man kein Impfbüchlein mehr hat?
  • Kann man sicherheitshalber einfach «nachimpfen»?
  • In welchen Abständen muss man sich wieder impfen lassen?

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Christine Schulthess