Warum Aus- und Einschalten bei Computerproblemen hilft

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«Hast du ausgeschaltet und wieder eingeschaltet?» ist oft das erste, was einem bei Computerproblemen empfohlen wird. Die Frage ist mehr als bloss ein blöder Spruch: Aus- und wieder Einschalten kann bei vielen Problemen tatsächlich helfen.

Aus- und Einschalten: Mehr als bloss ein dummer Tipp
Bildlegende: Aus- und Einschalten: Mehr als bloss ein dummer Tipp Colourbox

In einem Computer laufen viele Programme und Prozesse gleichzeitig. Wenn sich bei einem davon ein Fehler einschleicht, kann im dümmsten Fall das ganze System einfrieren. Wenn man den Computer ausschaltet und wieder einschaltet, starten alle Programm und Prozesse wieder von vorne und kommen sich nicht mehr in die Quere.

  • Ausschalten und wieder einschalten ist ein einfacher Lösungsversuch, der kaum Zeit kostet. Bevor man sich auf eine aufwändige Fehlersuche einlässt, lohnt es sich, erst einmal zu diesem Mittel zu greifen.
  • In manchen Fällen lässt sich das System nicht mehr auf normalem Weg herunterfahren, sondern nur noch mit dem Drücken des Ausschalt-Knopfs. Dabei besteht die Gefahr, dass bestimmte Daten nicht gespeichert werden. Im allerdümmsten Fall könnte sogar das Betriebssystem (z.B. Windows) Schaden nehmen. Das Gerät, also die Hardware kann man so aber nicht kaputt machen.
  • Ausschalten und wieder einschalten setzt die Software auf ihren Anfangsstatus zurück. Wenn der aber bereits fehlerhaft ist – zum Beispiel, weil aus Versehen Programm-Dateien gelöscht wurden oder Schadsoftware auf dem System läuft – dann nützt auch Aus- und Einschalten nichts. In so einem Fall muss die Software oder sogar das Betriebssystem neu installiert werden.
  • Ausschalten und wieder einschalten ist nicht nur beim Computer ein einfacher Weg zur Fehlerbehebung. Es ist auch beim Smartphone oder anderen elektronischen Geräten – zum Beispiel dem Internet-Router – ein guter Tipp.

Autor/in: Jürg Tschirren, SRF Digital