Weihnachtgeschenke machen in Patchworkfamilien

Wem soll man etwas zu Weihnachten schenken und wem nicht? Diese Frage ist oft nicht einfach zu beantworten. Noch schwieriger ist es in Patchworkfamilien. Man hat die Familie des früheren Partners, die des neuen Partners und die eigene Familie.

In Patchworkfamilien vereinen sich mehrere Familien, da ist die Frage des Schenkens eine schwierige. Wer soll nun ein Geschenk bekommen und wer nicht? Zudem stellt sich die Frage, wie man verhindert, dass die einen Kinder mehr bekommen als die andern. Thomas Hess, Familientherapeut und selber in einer Patchworkfamilie lebend, hat folgende Ratschläge:

  • frühzeitige Absprache: Wichtig ist die Absprache, schon im Voraus, am besten schon vor dem Dezember sollte man mit den Beteiligten sprechen und abmachen, wie man es lösen will.
  • Kinder auf Ungleicheit vorbereiten: Gerade Kinder soll man trotzdem darauf hinweisen, dass es sein kann, dass sie nicht gleich viel erhalten zu Weihnachten. Gut ist es wenn man dies durch nichtmaterielle Dinge ausgleichen kann. Wenn die Kinder der einen Familie von ihren Grosseltern viel mehr zu Weihnachten bekommen als die Kinder der andern Familie, kann man diese zum Beispiel damit trösten, dass sie dafür öfters zu den Grosseltern zu Besuch gehen dürfen.
  • Keine Geschenke mit Bedingungen: In gut funktionierenden Patchworkfamilien, in denen man einander akzeptiert ist es oft so, dass alle einander Geschenke machen, zum Beispiel, dass die Kinder auch von ihren Stiefgrosseltern etwas bekommen. In Patchworkfamilien mit Konfliktsituationen ist dies nicht so. Dort ist es deshalb besonders wichtig, keine Geschenke mit Bedingungen anzunehmen. Zum Beispiel wenn die Tante der Nichte sagt, dass dieses Geschenk nur für sie sei und nicht für die Stiefgeschwister, dann soll man das Geschenk ablehnen.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Désirée Ottiger