Weihnachts-Deko aus dem Wald - das sind die Regeln

Einen fertig gebundenen Adventskranz aus dem Blumenladen kann teuer sein. Wer Lust hat, einen Kranz selber zu basteln, kann sich gratis und franko all die nötigen Materialien aus dem Wald holen. Dennoch gibt es einige Regeln zu beachten.

Verschneite Tanne im Wald mit brennenden Kerzen.
Bildlegende: Wer Material für einen Adventskranz aus dem Wald holt, sollte die Regeln kennen. Keystone

Wir haben das Glück, dass wir in der Schweiz ganz unbeschwert Wälder und Weiden betreten können, sagt Martin Winkler, Kantonsförster vom Amt für Wald und Wild im Kanton Zug: «Das Betreten des Waldes ist im Zivilgesetzbuch genau geregelt. Grundsätzlich darf man Tannenzweige oder Holzrinde und Tannzapfen sammeln gehen, jedoch gibt es Grenzen.»

Erlaubt ist:

  • Generell dürfen alle Schweizer Wälder betreten werden.
  • Tannenzweige oder Baumrinden und Tannzapfen dürfen von gefällten Bäumen eingesammelt werden.
  • Verboten ist: Zweige oder Holzrinde von stehenden Bäumen abzusägen.
  • Nicht erlaubt für Gewerbezwecke: Verboten ist mit diversen Werkzeugen grosse Mengen von Material abzutransportieren und zu vermarkten.

Wo findet man geeignete Wald-Dekoration:

Traditionsgemäss sind Adventskränze aus Nadelbaumästen und Tannzapfen. Nadelwäldern bieten eine grosse Auswahl an Zapfenvielfalt:

  • Die Lärche hat kleine Tannzapfen.
  • Waldföhren haben mittelgrosse Zapfen.
  • Die Rottanne bietet die grössten Tannzapfen.

Ein Kranz aus Zapfen, Rinden- und Holzstücken eignet sich vor allem für den Wohnbereich. Adventskränze aus Nadelbaumästen eher für die Haustüre oder für den Fenstersims. In der Wohnung verlieren sie schnell das saftige Grün und trocknen schneller aus.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Pascale Folke