Wenn der Blitz ins Haus einschlägt

Auf den Sommer folgen Blitz und Donner! Bis zu 200 000 Blitzeinschläge zählt man pro Jahr in der Schweiz. Einzelne davon stecken Bäume aber auch Häuser und Gebäude in Brand. Mit einer Blitzschutzanlage ist Haus und Gebäude optimal geschützt.

Blitzableiter auf einem Dach.
Bildlegende: Der sichtbare Blitzableiter ist nur ein kleiner Teil der Installation: Ein weiterer Blitzschutz erdet die gesamten metallischen Leitungen wie z.B. Heizung und Strom. Colourbox

Welche Gebäude in der Schweiz mit einem Blitzschutz ausgerüstet werden müssen, ist in den Nationalen Brandschutzrichtlinien festgelegt. Zwingend über einen Blitzableiter verfügen müssen Schulen, Spitäler, Museen, Kinos und alle weiteren Gebäude, in denen sich viele Menschen aufhalten. Auch Ställe und Ökonomiegebäude mit über 3000 Kubikmeter müssen mit einer Blitzschutzanlage ausgerüstet sein.

Blitz kann elektrische Geräte zerstören

Schlägt ein Blitz ungefiltert in ein Haus ohne Blitzschutzanlage kann es im Stromnetz zu Überspannungsschäden kommen; Fernsehen, PC oder Kaffeemaschine könne kaputt gehen. Um sicher zu gehen, dass bei einem Blitzeinschlag in einem Gebäude ohne Blitzableiter nichts passiert, kann man elektrische Geräte im Haus vom Stromnetz nehmen.

Blitzableiter leitet Blitz

Ist am Haus ein Blitzableiter montiert, führt dieser den Blitz, der ins Dach einschlägt, hinunter in die Erde. Ein Blitzableiter kann auch nachträglich eingebaut werden. Der Preis richtet sich nach dem Versicherungswert des Hauses, der durch die Kantonale Gebäudeversicherung festgelegt wird. Verschiedene Kantonale Gebäudeversicherungen übernehmen einen Teil der Baukosten für eine Blitzschutzanlage.

Autor/in: Marcel Hähni, Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Marcel Hähni