Winterschwimmen – jetzt beginnen

«Ich friere weniger», «Taschentücher brauche ich keine mehr» und «die Euphorie dominiert das Kälteempfinden», so beschreiben Winterschwimmer die Folgen ihres Hobbies. Wer diesen Herbst und Winter regelmässig in See oder Fluss schwimmen gehen will, sollte jetzt damit beginnen.

Ein Mann in Badehose steigt im Winter aus dem kalten Wasser.
Bildlegende: Brrrrr – aber schön! Vor allem, wenn es vorbei ist. colourbox.com

«Winterschwimmen ist nicht jedermanns Sache», warnt Allgemein- und Sportarzt Jean-Jacques Fasnacht. «Wer es nicht schafft, bei Kälte ins Wasser zu steigen, ist kein Warmduscher!»

Wer es versuchen will, muss ein paar Dinge beachten:

  • Medizinische Abklärung: Keine Herzerkrankungen, kein hoher Blutdruck, kein Asthma. Am besten fragt man zuerst beim Arzt nach, ob man den Winterschwumm wagen soll.
  • Vorbereitung: Aufwärmen, kein Alkohol und dann langsam ins Wasser gehen. Immer in Begleitung Winterschwimmen. Sich Zeit nehmen.
  • Im Wasser: Kopf über Wasser halten und in Bewegung bleiben ohne hektisch zu werden. Ruhig atmen. Faustregel: Temperatur (in Grad über Null) = Dauer (in Minuten). Also: Ist das Wasser 5 Grad warm, nicht länger als 5 Minuten drin bleiben. Eine Badekappe isoliert den Kopf, Hände und Füsse können mit Neoprenhandschuhen und –socken geschützt werden.
  • Warnsignale: Fühlt man sich unwohl oder bei Muskelkrämpfen sofort aus dem Wasser steigen. In Ufernähe bleiben. Nie alleine Winterschwimmen.
  • Nach dem Schwimmen: Langsam aus dem Wasser steigen, sich abtupfen und warme Kleider anziehen. Keine körperlichen Höchstleistungen und keine warme Dusche, dies würde den Körper unnötig belasten. Eventuell ein warmes Getränk und die Glücksgefühle geniessen!

Wer ins kalte Wasser steigt, versetzt seinem Körper einen Kälteschock: Die Durchblutung steigt sofort an und der Körper stellt auf Notversorgung um. Dabei schüttet er Adrenalin und schmerzlindernde Glückshormone aus.

Redaktion: Brigitte Wenger