«Dem Geist ist die letzte Form des Krieges aufgetragen» - Karl Schmid, der denkende Staatsbürger

Der Germanist Karl Schmid (1907-1974) war in der Zeit der Geistigen Landesverteidigung und des Kalten Krieges zugleich Aussenseiter und Repräsentant der Schweiz. Seine literarisch-politischen Untersuchungen «Unbehagen im Kleinstaat» machten ihn berühmt.

«Opposition der Intellektuellen? Ja! Dreimal ja!» rief Karl Schmid 1967 seinen Zuhörern zu. Und dabei war er doch Oberst im Generalstab mit Tausenden von Diensttagen in den Knochen, ETH-Professor, Rektor dieser Hochschule und FDP-Mitglied.

Anlässlich seines hundertsten Geburtstages erinnern wir im Gespräch mit dem Historiker Jakob Tanner an dieses ursprüngliche Schweizer Polit-Temperament.

Autor/in: Felix Schneider