Irina Liebmann über die Biographie ihres Vaters

Der Berliner Autorin Irina Liebmann ist eine aussergewöhnliche Biographie gelungen: Es ist die Annäherung an ihren Vater Rudolf Herrnstadt, dem wichtigsten Pressemann der jungen DDR. Das Buch wurde kürzlich mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichnet.

Mit dem Mut zur Subjektivität, mit explizit literarischen Mitteln und einem überzeugenden Fragegestus entwickelt sie ein faszinierendes Bild der Epoche und dieses Mannes, der vom bürgerlichen Journalisten des «Berliner Tageblattes» zum konsequenten Kommunisten wurde und schliesslich 1953 an den Betonköpfen der SED um Ulbricht scheiterte. Hans Ulrich Probst hat Irina Liebmann zum Gespräch getroffen.