Musikalische Kriegsrüstung im Ersten Weltkrieg

Musik ist geistige Landesverteidigung. Davon zeugt die Inszenierung des Soldatensängers Hanns In der Gand und die Geburtsstunde von «Gilberte de Courgenay» im Jahr 1917. Am Genfersee schreibt Felix Weingartner die berüchtigte Ouvertüre «Aus ernster Zeit».

Porträt von Felix Weingartner
Bildlegende: Felix Weingartner schlug nationalistische Töne an. Wikimedia

Der Erste Weltkrieg führt zu einer inneren Zerreissprobe für die Schweiz. General Urlich Wille hegt Sympathie für Deutschland, wodurch sich die Romands brüskiert fühlen. Der Soldatensänger Hanns In der Gand sorgt für musikalische Versöhnung entlang des Röstigrabens, während der Pultstar Felix Weingartner nationalistische Töne anschlägt und in St. Sulpice das «Manifest der 93» unterschreibt. Männerchöre knüpfen Freundschaftsbande zwischen den Fronten und spannen für das «Vaterland» zusammen.

Corinne Holtz hört sich mit dem Musikwissenschaftler Simon Obert exemplarische Tondokumente an.

Autor/in: Corinne Holtz