Sommerserie 1963: Rolf Hochhuths Stück «Der Stellvertreter»

  • Donnerstag, 1. August 2013, 10:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 1. August 2013, 10:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 1. August 2013, 22:06 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Wenn Moral und Schuld, Verantwortung und Recht, aber auch die Frage nach der historischen Wahrheit ins Zentrum rücken.

1963, fünfzig Jahre zurück, das war das Jahr, in dem der deutsche Dramatiker Rolf Hochhuth an einem Tabu rüttelte: an der Mitschuld der katholischen Kirche am Holocaust.

Mit seinem Stück «Der Stellvertreter», das am 20. Februar 1963 in Berlin uraufgeführt wurde, löste er eine heftige Diskussion aus, bei der es um Moral, Verantwortung und auch um die historische Wahrheit ging.

Auch Radio Beromünster schaltete sich in die Diskussion ein, mit einer prominent besetzten Runde, die fast drei Stunden lang debattierte.

Hören Sie die gekürzte Fassung als Audio On Demand und Podcast hier. Unten bei den Beiträgen können Sie die komplette, ungekürzte Diskussion aus dem Jahr 1963 nachhören in drei Teilen.

Beiträge

  • Diskussion zu Rolf Hochhuth's Drama (1963) – Teil 1

    Im ersten Teil der Diskussion über das Theaterstück «Der Stellvertreter» werden die Positionen der einzelnen Gesprächsteilnehmer skizziert.

  • Diskussion zu Rolf Hochhuth's Drama (1963) – Teil 2

    Seelsorger Trösch führt aus, dass das Werk für einen gläubigen Katholiken peinlich wirke, dass Hochhuth nichts von der Kirche verstehe und blasphemisch, verletzend und zynisch schreibe: Seine Vorwürfe seien nur die «alten Ladenhüter des Antiklerikalismus».

  • Diskussion zu Rolf Hochhuth's Drama (1963) – Teil 3

    Es wird die Schlussfrage diskutiert: Welche Gedanken und Hoffnungen enthält das Drama für die Zukunft? «Es ist vielleicht eine Möglichkeit zum Nachdenken über das Verhalten der Christen in einem totalitären Staat», sagt der Historiker Dr. Rudolf Morsai.

    Autor Hochhuth selbst glaubt an eine eher geringe Wirksamkeit eines Dramas.

Autor/in: Christoph Keller