Themenmorgen: Theaterfestival «Belluard»

In der Schweizer Festivallandschaft ist das «Belluard» der Garant für Experimente. Für die diesjährige Ausgabe wird der Cocktail zur Kunst erklärt, aufgemotzte Autos werden ein Konzert spielen und der Künstler Keith Lim gibt sich über 64 Stunden seiner Leidenschaft für Computerspiele hin.

Ist das Kunst? Und wenn ja, was löst sie aus? In der Livesendung sprechen Künstler, Besucherinnen und die Festivalmacherin über das Festival und sein Programm.

Beiträge

  • Leiterin Sally de Kunst: «Das Risiko zum Scheitern ist wichtig»

    «Wenn während diesen zehn Tagen etwas scheitert, ist das ok», sagt die «Belluard»-Leiterin Sally de Kunst. Für das Theaterfestival ist es ihr wichtig, Risiken einzugehen - mit ungewöhnlichen Projekten etwa oder unbekannten Künstlern.

    Ein Gespräch über Ansprüche, Inszenierungen und das diesjährige Festival-Thema «Retox».

    Ellinor Landmann

  • Spiel mit Klischees und schlechten Scherzen

    Gute Stimmung zum Auftakt des Theaterfestivals «Belluard»: Das Stück «Big Hits» spielt mit schlechten Witzen, billigen Klischees und Zitaten aus TV-Serien. Die Inszenierung der Truppe Getinthebackofthevan ist ein Mix unterschiedlicher Genres - passend zum Festival in Fribourg.

    Ihre «Broken Genre Performance» lässt alles zu und lässt sich nicht festschreiben.

    Dagmar Walser

  • Anprobieren erlaubt: Latex-Häute, produziert von Teatro Ojo.

    Latex-Häute im Einkaufszentrum

    Ziemlich makaber mutet an, was die Gruppe Teatro Ojo in Fribourg inszeniert: Sechs menschengrosse Häute aus Latex hängen im lokalen Einkaufszentrum - ganz zur Irritation der Passanten.

    Ein Rundgang durch Fribourg zeigt weitere, eher ungewöhnliche Theater-Produktionen: Eine Vorlesung zum Automobil etwa. Oder ein Künstler, der Steine aufeinanderschichtet - nicht mehr und nicht weniger.

    Kaa Linder

  • Martin Schick über sein Stück «Not My Piece»

    «Wie kann man Realität auf die Bühne bringen?» Diese Frage umtreibt den Performer Martin Schick. Im Stück «Not My Piece» spielt er zeitgenössische Ideen durch, etwa die Suche nach Alternativen zum Kapitalismus.

    Ellinor Landmann

  • Keith Lim während seiner Performance.

    Die 64-Stunden Performance am Computer

    Der Australier Keith Lim setzte sich für 64 Stunden non-stop an den Computer. «Achievement Achieved» nennt er diese Performance, während der Lim ununterbrochen PC-Games spielt. Die Frage, die in dabei umtreibt: Wie und wann das Vergnügen in Arbeit umschlägt.

    Dagmar Walser

  • Drei Festivalbesucher im Gespräch

    Egal wie experimentell ein Festival ist - zum Theater gehört das Publikum. Drei Besucher des «Belluard» haben für DRS 2 eine ganze Riehe von Produktionen angesehen: Künstlerin Anna Papst, Literaturwissenschaftler Tobias Lambrecht und Dramaturg Tobias Brenk.

    Dagmar Walser