Walter M. Diggelmann: Erinnerung an einen Unbequemen

In den 1960er- und 70er-Jahren erregte der Schweizer Schriftsteller Walter Matthias Diggelmann (1927 - 1979) die Gemüter. «Ich bin Schriftsteller geworden, weil mir niemand zuhören wollte», sagte der Dritte im Bunde neben Dürrenmatt und Frisch, der in diesem Trio der politischste war.

Die anhaltende Wirkung seines Werks bezeugte die Verfilmung seines Romans «Das Verhör des Harry Wind» mit Klaus Maria Brandauer. Die Publizistin Klara Obermüller war Diggelmanns Lebensgefährtin und betreut die Werkausgabe des Schriftstellers. Im Gespräch mit Felix Schneider erinnert sie an dessen Persönlichkeit und Bedeutung.