Ganjaman – Anti-Imperialismus, aber mit Gefühl

Sein Name lässt eher auf einen pupertären Schreihals schliessen, der nur vom Kiffen singt. Aber das wäre meilenweit an der Realität vorbeigezielt. Der Berliner Reggae-Meister Ganjaman beweist auf seinem neuen Album «Sinnphonie» wie man das System mit Gefühl in die Knie zwingt.

Ganjaman - Tiefgründiger Reggaemeister aus Berlin
Bildlegende: Ganjaman - Tiefgründiger Reggaemeister aus Berlin dp

«Ich hoffe sehr das wir den gemeinsamen Nenner finden und uns nicht länger über den einsamen Trenner definieren. Ich hoffe das meine Worte nicht weiter polarisieren, sondern Einheit schaffen, dort wo Trennung lauthals um ihr überleben kämpft! Wir können alles schaffen, wenn wir nur wollen!» So beschwört Ganjaman die über 10‘000 Followers auf seiner Facebook-Seite und ruft zu Einheit und Toleranz auf.

Der 41-jährige gehört zur deutschen Reggae-Szene wie das PrammPramm! Vor kurzem erschien sein neues Album «Sinnphonie» auf dem er seinen Kampf gegen die Unterdrückungsstrukturen unserer Gesellschaft weiterführt. Insbesondere die USA, der Vatikan und die deutsche Regierung nimmt er dabei aufs Korn. Was sehr martialisch wirkt, tönt aber unheimlich gut. Denn die Waffe des grauhaarigen Rastafari ist die Liebe.

Sein Sound vereint dicke aber gefühlvolle Roots-Riddims mit intelligenten Texten; stets in einem teils leidenden teils hoffnungsvollen Ton gesungen. Ganjaman verzichtet auf jeglichen Schnick Schnack wodurch seine Message und die dicken Riddims so richtig hell zu strahlen vermögen. Big Up!

Gespielte Musik

Autor/in: Sascha Rossier, Moderation: Tina Nägeli, Redaktion: Sascha Rossier