Die Luchsfotos und der Datenschutz

  • Samstag, 24. November 2012, 12:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 24. November 2012, 12:03 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 24. November 2012, 17:15 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 25. November 2012, 17:20 Uhr, DRS Musikwelle

Beiträge

  • Karin Ottiger (links) und Regula Grünenfelder (rechts): Sie haben sich für das Wohl der Asylsuchenden im Eigenthal LU eingesetzt.

    Die couragierten Frauen in Eigenthal LU

    Die Asylsuchenden im luzernischen Eigenthal wurden mangelhaft betreut. Publik gemacht hat diese Missstände eine Gruppe von mutigen Frauen. Sie sagen nun: «Unser Einsatz hat sich gelohnt».

    «Zuerst hielt uns der Bund für hysterisch», blickt Karin Ottiger zurück. Das habe sich unterdessen geändert. Das Bundesamt für Migration musste die Mängel eingestehen. Der Leiter des Zentrums wurde beurlaubt.

    Der Einsatz hat sich für die Frauen also gelohnt. «Es ist unsere Überzeugung, dass man mit Menschen, die in der Schweiz leben, menschenwürdig umgeht», sagt Regula Grünenfelder. (porr)

    Mirjam Eisner

  • Ein Luchs tappt in eine Fotofalle. Wäre er ein menschlicher Waldspaziergänger, so wäre dieses Bild ein Fall für die Datenschützer.

    Die Luchsfotos und der Datenschutz

    Es ist ein Datenschutzproblem der besonderen Art: Ein Baselbieter reklamierte bei der kantonalen Datenschützerin, weil er von einer Fotofalle im Wald geblitzt wurde - und er bekam teilweise recht.

    Die Fotofallen im Wald dienen dazu, die Wildbestände zu überwachen. Jene, die von der Jagdbehörde aufgestellt wurden, hält die Datenschützerin für unproblematsich.

    Schwieriger wird es, wenn auch private Jäger solche Fotofallen aufstellen. Diese seien heikel, fand der Eidgenössische Datenschützer in der «Basler Zeitung». Damit stösst er bei den Baselbieter Jägern jedoch auf Unverständnis. (porr)

    Martin Jordan

  • Was tun, damit die Stühle an der Gemeindeversammlung nicht leer bleiben? Die Gemeinde Olsberg AG zahlt Eltern einen Beitrag an den Babysitter.

    Der Babysitter für die Gemeindeversammlung

    Herbstzeit ist Gemeindeversammlungszeit. Doch was tun, wenn die Turnhalle an der Versammlung praktisch leer ist? Die Gemeinde Olsberg AG hat einen kreativen Lösungsansatz gefunden.

    Die 370-Seelen-Gemeinde Olsberg zahlt allen Eltern, die an der Gemeindeversammlung teilnehmen, 20 Franken an den Babysitter. Dieser Anreiz wird von der dreifachen Mutter Andrea Müller geschätzt: «Wir haben uns sehr gefreut».

    Der administrative Aufwand für den Babysitter-Beitrag sei sehr klein: «Wir kennen ja alle Leute im Dorf», lacht Gemeindeammann Romuald Stalder. Das sei der Vorteil einer kleinen Gemeinde. (porr)

    Alex Moser

  • Skifahren konnte sie: Vreni Schneider, hier 1984 nach ihrem ersten Weltcupsieg. Aber wie gut stehen ihre Chancen auf eine Karriere als Schlagersängerin?

    Geschmackssache I: Aus Ski- wird Schlagerstar

    Dass Vreni Schneider aus Elm GL eine gute Skirennfahrerin war steht ausser Diskussion. Sie war eine der Erfolgreichsten aller Zeiten. Aber was soll nun der Einstieg ins Showbusiness?

    In den späten 1980er-Jahren bis in die frühen 1990er-Jahre hat Vreni Schneider den internationalen Skizirkus richtiggehend dominiert. 1995 gab sie ihren Rücktritt bekannt.

    Nun wagt sich Vreni Schneider also als Schlagerstar auf die Bühne: «Musik hat mir schon immer sehr viel bedeutet», begründet sie diesen Schritt. Auch singend bleibt sie dem Schnee aber treu, mit Liedern wie «Än Kafi am Pisterand». (porr)

    Sascha Zürcher

  • «Lustvoll» oder «kitschig»? An der Inszenierung von «La Cenerentola» im Stadttheater Bern scheiden sich die Geister, bzw. die Theaterkritiker.

    Geschmackssache II: Uneinige Theaterkritiker

    Haben die beiden Theaterkritiker der «Berner Zeitung» und des «Bund» dieselbe Première besucht? Dies fragt man sich beim Lesen der Kritiken über «La Cenerentola» im Stadttheater Bern.

    «Im Ansatz billig» sei die Inszenierung der Rossini-Oper, mäkelte der Kritiker der «Berner Zeitung». Sie könne «gehörig nerven». Ganz anders der Kritiker des «Bund»: Es sei «eine tolle Vorstellung» und die Hauptdarstellerin könne sich mit grossen Vorbildern messen.

    Eines zeigt sich bei der Lektüre der beiden Artikel deutlich: Auch professioneller Kulturjournalismus ist keine exakte Wissenschaft. (porr)

    Toni Koller

Moderation: Vera Deragisch, Redaktion: Roman Portmann