Aargauer Justiz im Fall Lucie entlastet

Die Aargauer Justizvollzugsbehörden haben bei der bedingten Entlassung des 25-jährigen Schweizers, der später das Au-Pair- Mädchen Lucie tötete, keine Pflichten verletzt. Allerdings lief in der Praxis nicht alles rund, wie eine Administrativuntersuchung zeigt.

Der Bewährungshilfe könne man kein Fehlverhalten nachweisen. Der Bericht hält aber fest, dass die organisatorischen Abläufe verbessert werden müssen.

Weitere Themen:

  • Die Solothurner SP schickt Roberto Zanetti als Ständeratskandidat ins Rennen. Er wurde als Regierungsrat abgewählt nach der Affäre um die Pro Facile-Stiftung, schaffte aber 2001 ein Comeback als Kantonsrat.
  • Freitagsgast ist Max Rudolf aus Birmenstorf. Der pensionierte Lehrer ist militärhistorisch bewandert und erzählt über den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und die Ängste in der Bevölkerung im Grenzkanton Aargau.

Beiträge

  • Max Rudolf über den Zweiten Weltkrieg im Aargau

    Der pensionierte Lehrer Max Rudolf, 81, lebt als Lokalhistoriker in Birmenstorf und hat als Jugendlicher den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erlebt.

    Die Bevölkerung im Grenzkanton Aargau erlebte vor 70 Jahren einen grossen Truppenaufmarsch, die Grenzen zu den südbadischen Nachbarn waren geschlossen. Man habe versucht, die Angst vor einem deutschen Einmarsch so gut wie möglich zu überspielen, erinnert sich Rudolf. In vielen Aargauer Gemeinden waren Flüchtlinge und Internierte einquartiert.

  • Solothurner SP nominiert Zanetti

    Roberto Zanetti, Solothurner Ex-Regierungsrat und ehemaliger Nationalrat, ist offizieller Kandidat der SP für die Ständeratswahlen. Nach seiner Abwahl als Regierungsrat schaffte Zanetti diesen Frühling ein politisches Comeback. Er politisiert heute wieder im Kantonsrat.

    Er habe stets mit 'Spass und Herzblut' politisiert und sich für Schwache engagiert. Der Ständerat reize ihn, weil in der Kleinen Kammer differenzierter debattiert werde als im Nationalrat.

    Andrea Affolter

  • Entlastung der Behörden im «Fall Lucie»

    Die Aargauer Strafvollzugsbehörden haben bei der bedingten Entlassung des Täters im «Fall Lucie» richtig gehandelt und keine Pflichten verletzt. Das zeigt die Untersuchung des unabhängigen Experten.

    Die einzelnen Mitarbeiter und Abteilungen der Justizbehörden und der Bewährungshilfe werden entlastet. Allerdings stellt der Bericht Schwachstellen im System fest. Der Täter sei von Anfang an falsch eingeschätzt worden. Der Fokus lag auf seinem Suchtproblem, nicht aber auf den anderen psychischen Problemen.

    Christiane Büchli

Moderation: Alex Moser, Redaktion: Remi Bütler